Industrie

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Finanzvorstand verweist auf Flexibilität des Konzerns: Neuer Daimler-Chrysler-Finanzchef peilt besseres Rating an

Der neue Daimler-Chrysler-Finanzvorstand Bodo Uebber will die Bonitäts-Einstufung des deutsch-amerikanischen Autoherstellers bei den Rating-Agenturen verbessern.

HB FRANKFURT. Eine mittelfristige Verbesserung des „BBB“-Ratings müsse schon mit Blick auf die Profitabilität des Konzerns das Ziel sein, sagte Uebber der „Börsen-Zeitung“ in einem am Donnerstag in redaktioneller Fassung verbreiteten Interview. Daimler-Chrysler habe am Kapitalmarkt dennoch einen guten Namen, der Renditeabstand der vom Konzern ausgegebenen Papiere sei im gegebenen Rahmen der beste. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte den Ausblick für die Bewertung von DaimlerChrysler bereits im August 2004 auf „stabil“ angehoben.

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Uebber verwies in dem Interview auf die hohe Flexibilität von Daimler-Chrysler. Das Volumen an Asset Backed Securities (ABS), durch Kreditforderungen im Leasinggeschäft abgesicherte Wertpapiere, sei bewusst zurückgeführt worden. In der Bilanz stehe ein Forderungsvolumen von 50 Milliarden Euro, von denen bei Bedarf 50 Prozent jederzeit problemlos veräußert werden könnten. Uebber sieht DaimlerChrysler für schwierigere Zeiten gewappnet: Mit Kreditlinien der Banken und der Liquidität aus dem Industriegeschäft verfüge DaimlerChrysler über einen Spielraum von 50 Milliarden Euro.

Gegen Währungsschwankungen sieht der seit Dezember 2004 amtierende Finanzvorstand und ehemalige Chef von DaimlerChrysler Services das Unternehmen besser durch seine Werke in den USA als durch finanzielle Sicherungsmaßnahmen geschützt. Hedging helfe nur, die Spitzen der Kursschwankungen abzufedern und sich damit einen Zeitvorteil zu verschaffen. Der Kampf gegen den Dollar sei damit aber nicht zu gewinnen. Uebber bekräftigte, der Konzern sei für dieses Jahr zu 75 Prozent abgesichert. DaimlerChrysler produziert im US-Werk Tuscaloosa unter anderem die M-Klasse und künftig auch die R-Klasse.

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