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Firmenanteile: Katar bietet sieben Milliarden für Porsche

Im Milliardenpoker um den hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche naht die Entscheidung. Das Emirat Katar hat sein Angebot offenbar deutlich erhöht auf sieben Milliarden Euro. Die Börse reagiert äußerst freundlich auf die Meldungen, auch wenn noch viele Fragen zu klären sind.

Die Frage, wer bei Porsche als Anteilseigner einsteigt, soll bald entschieden sein. Quelle: ap
Die Frage, wer bei Porsche als Anteilseigner einsteigt, soll bald entschieden sein. Quelle: ap

STUTTGART. Im Milliardenpoker um den hochverschuldeten Sportwagenbauer Porsche steht eine Entscheidung bevor. Das Emirat Katar hat offenbar sein Gebot deutlich erhöht. „Wir haben mit Katar ein tragfähiges Konzept ausverhandelt“, sagte ein Porsche-Sprecher dem Handelsblatt. An der Börse stieg die Porsche-Aktie um zwischenzeitlich rund fünf Prozent. Ein Händler wertete die Nachricht als Befreiungsschlag für den Autobauer. Er fügte allerdings hinzu, dass bislang noch nicht sehr viele Details bekannt seien.

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Laut Informationen aus Finanzkreisen bieten die Araber nun insgesamt sieben Mrd. Euro für 25 Prozent an der Porsche SE sowie für das Optionspaket auf gut 20 Prozent der VW-Aktien.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat für den 23. Juli eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung beantragt, zu der der Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche inzwischen auch eingeladen hat. Da die Familien im Aufsichtsrat an einen Konsortialvertrag gebunden sind, müssen sie in dem Gremium einstimmig für jene Lösung stimmen, die zuvor der Familienrat vorschlägt.

Wie die Familie sich entscheidet, ist offen. Derzeit gilt Ferdinand Piëch als weitgehend isoliert. Nur wenn sein Bruder Hans-Michel Piëch mit ihm stimmt, könnte er den Einstieg des Emirats blockieren. Andererseits gilt es aber auch keinesfalls als sicher, dass Wolfgang Porsche nicht doch im letzten Augenblick noch seinem Cousin Ferdinand Piëch folgt und den Einstieg Katars ablehnt.

Klar ist im Moment nur: Porsche-Chef Wiedeking favorisiert einen Katar-Einstieg, während VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Piëch einen Einstieg von VW bevorzugen würde. Volkswagens Plan sieht eine Übernahme von 49,9 Prozent der Porsche AG durch den größten europäischen Autokonzern vor. Die Wolfsburger haben nach Informationen des „Spiegels“ ihr Angebot nachgebessert und bieten inzwischen deutlich über vier Milliarden Euro für 49,9 Prozent an der Porsche-Sportwagensparte.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking drängt die Eigentümer des Sportwagenbauers zu einer Entscheidung über den Einstieg des Emirats Katar. Offenbar haben die Verhandlungen des Vorstandschefs mit den Scheichs endlich zu einem Ergebnis geführt. „Wir haben mit Katar ein tragfähiges Konzept ausverhandelt“, sagte ein Porsche-Sprecher dem Handelsblatt. Details nennt die Firma nicht.

Finanzkreisen zufolge bieten die Katarer sieben Mrd. Euro für eine Beteiligung an der Finanzholding Porsche SE sowie das Optionspaket für gut 20 Prozent der Stammaktien von Volkswagen. Damit hätten die Scheichs Zugriff auf eine Sperrminorität beim größten europäischen Autokonzern. Die Beteiligung von Katar an der Porsche SE soll nach Informationen des Handelsblatts unterhalb von 25 Prozent liegen. Mit dem Kapital aus Katar wäre der Sportwagenbauer nahezu entschuldet.

Ebenfalls auf dem Tisch liegt ein Vorschlag von VW: Die Wolfsburger wollen für rund vier Mrd. Euro 49,9 Prozent der Anteile am Sportwagenbauer Porsche AG übernehmen. Porsche hatte sich bei der VW-Übernahme verhoben, nun drücken neun Mrd. Euro Schulden.

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