Firmengeflecht um Schuster umfasste offenbar sechs Tarnfirmen
Bares und Barbusiges

Die Schmiergeldaffäre bei Volkswagen nimmt immer neue Dimensionen an. Nicht nur, dass VW-Mitarbeiter offenbar ein Geflecht von Tarnfirmen entwickelt haben. Angeblich soll die Spitze des Wolfsburger Konzerns auch Belege über Lustreisen inklusive Vergnügungen mit „Luxus-Nutten" abgezeichnet und damit Betriebsräte gekauft haben.

HB WOLFSBURG/MÜNCHEN. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ sollen VW-Mitarbeiter um Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster für Geschäfte mit dem Wolfsburger Konzern ein Geflecht von sechs weltweit operierenden „Tarnfirmen“ entwickelt haben. Die Holding dieser Unternehmen, eine Firma namens Impesa S.A., sitze im schweizerischen Neuchâtel. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg lehnte am Montagabend einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte am Montag gesagt, ein „Firmengeflecht“ um Schuster könnte eine zentrale Rolle in der VW-Affäre spielen. Es bestehe der Verdacht, dass Gelder, die VW beziehungsweise Skoda zugestanden hätten, auf Konten der Firmen und auf Privatkonten gelandet seien.

Laut „Süddeutsche Zeitung“ soll Schuster Anfang 2001 gemeinsam mit anderen VW-Mitarbeitern wie dem am Donnerstag überraschend zurückgetretenen Betriebsratschef Klaus Volkert die Idee entwickelt haben, Firmen zu gründen, die sich um Aufträge bei VW oder bei Tochterunternehmen bemühten. Nach Informationen der Zeitung setzte sich das Geflecht aus Tarnfirmen in Indien, Angola, Tschechien, Luxemburg und der Schweiz zusammen. Allein in Indien soll Schuster 3 Mill. € kassiert haben, weil er einer Provinzregierung angeblich die Errichtung eines VW-Werkes versprochen haben soll.

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