Firmenporträt
Engelhard: Vom Gold zu Katalysatoren

Edelmetalle bestimmten die Geschichte von Engelhard seit Gründung des Unternehmens Einst das Vorbild für die Filmfigur des Goldfinger im ersten James-Bond-Streifen, gründete Charles Engelhard die gleichnamige Firma, die heute für ihre Katalysatoren bekannt ist.

DÜSSELDORF. Edelmetalle bestimmten die Geschichte von Engelhard schon seit Gründung des Unternehmens – und das nicht erst, seitdem der Sohn des Gründers Charles Engelhard Ende der 40er Jahre eine Goldmine in Südafrika kaufte. Der Name von Charles Engelhard junior war so eng mit dem Gold verbunden, dass Ian Flemming, Bond-Erfinder und Geschäftspartner der Familie, ihn zum Vorbild für die Filmfigur des Auric Goldfinger im ersten James-Bond-Streifen machte. Heute ist das Unternehmen vor allem für seine Katalysatoren für Autos und die Industrie bekannt.

Charles Engelhard senior war 1896 aus dem hessischen Hanau in die Vereinigten Staaten ausgewandert. 1902 gründete er die Firma Engelhard in Iselin im US-Bundesstaat New Jersey. Damals begann alles mit dem Kauf einer Silbermine, deren Edelmetall verarbeitet werden sollte. Aber schon zu der Zeit war das Unternehmen auch in der Goldverarbeitung tätig. So entwickelte Engelhard 1903 einen organischen Träger, um Gold auf Oberflächen zu drucken. Was zuerst für Dekorationen benutzt wurde, war später Grundlage für die Herstellung von Mikroschaltkreisen. In den 1920er Jahren verarbeite Engelhard auch Platin für Glühbirnen.

Nach dem Tod des Vaters übernahm der Sohn 1950 das Unternehmen. Weil in den 50er Jahren in Südafrika der Export von Gold verboten war, gründete er eine neue Firma, um die Exportbestimmungen Großbritanniens, das damals noch sämtliche Finanzströme Südafrikas kontrollierte, zu umgehen. Dabei nutzte Engelhard einen Trick: Er ließ das Gold zu Statuen gießen und führte das Edelmetall als Kunstgegenstände aus – diese waren vom Exportverbot nicht betroffen.

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