Firmenporträt
Hintergrund: Der Stahlriese Arcelor

Der Luxemburger Stahlriese Arcelor gewann erst am Dienstag den wochenlangen Bieterkampfwettkampf um den kanadischen Stahlhersteller Dofasco. Jetzt soll Europas größtes Stahlunternehmen möglicherweise selbst übernommen werden

HB LUXEMBURG. Weltmarktführer Mittal Steel will die Nummer zwei Arcelor für 18,6 Milliarden Euro kaufen.

Die Luxemburger sind selber aus Fusionen hervorgegangen. 2001 entstand der Konzern nach dem Zusammenschluss der Stahlproduzenten Aceralia aus Spanien, der luxemburgischen Arbed und Usinor aus Frankreich.

Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 95 000 Menschen in 60 Ländern. Zu den wichtigsten Abnehmern gehören die Automobilindustrie und Weiterverarbeitungsindustrien wie der Bau.

Arcelor plant für 2006 selbst weitere Zukäufe und Beteiligungen vor allem auf dem boomenden Stahlmarkt China, in Indien, in der ehemaligen Sowjetunion und Brasilien. „Wir gehen davon aus, dass es in fünf bis zehn Jahren weltweit nur noch fünf große Stahlhersteller geben wird“, sagte ein Konzernsprecher erst kürzlich. „Und wir wollen dabei sein.“

Arcelor hat ein Rekordjahr hinter sich: Allein in den ersten neun Monaten 2005 lag der Umsatz mit 24,3 Milliarden Euro um 6,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg von 2,9 auf 4,5 Milliarden Euro. Jährlich produziert Arcelor 51 Millionen Tonnen Stahl.

Mittelfristig plante das Unternehmen eine Jahresproduktion von 100 Millionen Tonnen. Für 2006 hatte Arcelor Zukäufe und Beteiligungen in China, Indien, der ehemaligen Sowjetunion und Brasilien angekündigt.

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