Fischstäbchen-Produzent
Bieter wollen Preis von „Käpt'n Iglo“ drücken

Sie wollen den Preis für den Fischstäbchen-Produzenten nicht unnötig in die Höhe treiben. Deswegen tun sich die letzten Iglo-Bieter einfach zusammen. Das gemeinsame Gebot könnte Eigentümer Permira aber zu niedrig sein.
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LondonIm Bieterrennen um den größten europäischen Tiefkühlkost-Hersteller Iglo machen die letzten beiden Interessenten Kreisen zufolge gemeinsame Sache. Die Finanzinvestoren Blackstone und BC Partners wollten einen zähen Kampf um das deutsch-britische Unternehmen vermeiden und den Preis drücken, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Zudem sei es zusammen einfacher, die Finanzierung des Milliardendeals zu stemmen.

Der Eigentümer Permira hofft auf mindestens 2,8 Milliarden Euro, womit die Transaktion Europas größte Übernahme durch Beteiligungsfirmen in diesem Jahr wäre. Der Preis entspricht dem Achtfachen des für 2012 erwarteten operativen Gewinns (Ebitda). "Beide Bieter wollen sich nicht gegenseitig in die Höhe treiben lassen", sagte ein weiterer Insider.

Bis Donnerstag sollen verbindliche Gebote für den Fischstäbchen-Hersteller vorliegen. Der dritte Finanzinvestor, der zuletzt noch im Rennen war, PAI Partners aus Frankreich, war vor Kurzem ausgestiegen. Der thailändische Lebensmittelkonzern Charoen Pokphand Foods gilt weiter als Interessent - aber nur für Teile des Konzerns, der im vergangenen Jahr mehr als zwei Milliarden Fischstäbchen verkauft hat.

Offen ist, ob Permira überhaupt verkauft, wenn das gemeinsame Gebot der letzten Interessenten nicht die erwünschte Höhe erreicht. Keiner der Beteiligten wollte sich zu dem Thema äußern. Der britische Nahrungs- und Waschmittel-Konzern Unilever hatte "Käpt'n Iglo" 2006 für 1,7 Milliarden Euro an Permira verkauft. Für weitere 805 Millionen Euro übernahm der Investor auch noch die italienische Iglo-Schwester Findus, die ebenfalls mit einem Seemann - "Capitan Findus" - um die Gunst der Fischstäbchen-Liebhaber wirbt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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