Flexible Produktion
VW investiert in deutsche Standorte

Der Autoriese Volkswagen erhöht die Investitionen für das Stammwerk in Wolfsburg und das Emdener VW-Werk. So sollen die deutschen Standorte flexibler werden
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HamburgDas Ringen von Volkswagens Vorstand und Betriebsrat um den Bau des Modells Tiguan im Schlüsselmarkt USA hat ein Ende. Wie von der Konzernspitze vorgesehen, kann damit der kompakte Geländewagen in der neuen US-Fabrik der Niedersachsen in Chattanooga, Tennessee, gebaut werden.

Als entsprechende Pläne Ende Mai bekannt wurden, hatte Volkswagens mächtiger Betriebsratschef Bernd Osterloh vom Vorstand gefordert, auf die Sicherheit der Arbeitsplätze im Stammwerk Wolfsburg zu achten, wo Golf-Modelle und der Tiguan gebaut werden.

Konkret forderte der Betriebsratschef die Beseitigung von Engpässen in den wichtigsten deutschen Fabriken. Mit dem jetzt vom Aufsichtsrat verabschiedeten Investitionspaket setzt Volkswagen die Forderung um und macht den Karosseriebau im Stammwerk Wolfsburg für gut 100 Millionen Euro flexibler. Auch am Standort Emden, wo neben der Produktion des Mittelklassemodells Passat der Bau weiterer Ableger geplant ist, wird der Karosseriebau nun optimiert.

Mit den Investitionen könnten Volumen und Produkte „künftig je nach Marktanforderung flexibel an den Standorten gefertigt werden“, sagte Osterloh. Dies stärke die Zukunftsfähigkeit deutlich.

Weitere Schwerpunkte der VW-Investitionen in die deutschen Standorte sind Entwicklung und Produktion alternativer Antriebe, neue Generationen von Diesel- und Benzinmotoren sowie verbesserte Versionen der Doppelkupplungsgetriebe, die in vielen Modellen des Mehrmarkenkonzerns gefragt sind.

Die USA spielen eine Schlüsselrolle in Volkswagens Strategie, bis spätestens 2018 die Nummer eins der Autoindustrie zu werden. Das Werk in Chattanooga hat VW im Frühjahr eröffnet. Dort wird erst einmal eine US-Variante der Mittelklasselimousine Passat gebaut. Lange Zeit fuhren die Wolfsburger in den USA abgeschlagen hinterher. Das soll sich nun mit neuen Modellen ändern.


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  • Ein kleine Besserwisserei: Es heißt Emder nicht Emdener.

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