Flüssigkristalle als Gewinnbringer
Merck auf Wachstumskurs

Der Darmstädter Chemie-und Pharmakonzern MERCK hat sein operatives Ergebnis im dritten Quartal um 23 Prozent auf 176,1 Millionen Euro gesteigert. Der Reingewinn belief sich auf 84,2 Millionen Euro, teilte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Bernhard Scheuble, am Dienstag mit. Der Umsatz stagnierte wegen des schwachen Dollar bei 1,8 Milliarden Euro.

HB DARMSTADT.Damit lag Merck knapp über den Gewinn-Schätzungen der Analysten. Die hatten nach einer Reuters-Umfrage im Schnitt mit 173 Mill. Euro gerechnet.

„Merck ist weiter auf Erfolgskurs, und ich gehe davon aus, dass wir das operative Ergebnis in 2003 um einen zweistelligen Prozentsatz steigern werden“, präzisierte Konzernchef Bernhard Scheuble die im Juli angehobene Geschäftsprognose. Der Umsatz werde aber wegen des starken Euro prozentual einstellig zurückgehen. Organisch erwartet Merck einen einstelligen Zuwachs. Analysten werteten den Quartalsbericht positiv. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Merck-Aktie lag wenige Minuten nach Handelsbeginn unverändert bei 30,00 Euro.

Der Umsatz des auch stark im Ausland engagierten Konzerns legte - geschmälert durch den hohen Euro-Kurs - im Quartal lediglich um 0,2 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro zu. Der Gewinn nach Steuern betrug 84,2 Mill. Euro. Wegen hoher Sonderaufwendungen von fast 60 Mill. Euro wurde im Vorjahresquartal ein Nachsteuergewinn von nur 5,9 Mill. Euro ausgewiesen.

Insbesondere das Geschäft mit Flüssigkristallen, die unter anderem in LCD-Bildschirmen oder Handy-Displays eingesetzt werden, zog im dritten Quartal deutlich an. Der Umsatz legte um 28 Prozent zu. Neben den Flüssigkristallen - hier ist Merck Weltmarktführer - trug auch das Geschäft mit Nachahmermedikamenten zum kräftigen Gewinnplus bei. Zudem verwies Merck auf Lizenzzahlungen seines US-Partners Bristol-Myers Squibb für wieder einsetzende Umsätze mit den Diabetes-Medikamenten der Glucophage-Produktfamilie.

Das Pharmageschäft von Merck hatte zuletzt unter dem Verlust des Patentschutzes von Glucophage, dem Zugpferd in den vergangenen Jahren, gelitten. Darüber hinaus profitierte Merck im Quartal auch von einer Gewinnbeteiligung am Schwarz-Pharma-Magenmittel Omeprazol in den USA. Die Gewinnbeteiligung habe aber wegen des Marktstarts weiterer Generika deutlich unter der des zweiten Quartals gelegen.



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