Fluggesellschaft hofft auf positives Ergebnis für 2004
SAS macht unerwartet hohen Verlust

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS liefert erneut negative Schlagzeilen. Nach dramatischen Sparprogrammen und der beschlossenen Aufteilung der Airline in eine dänische, eine schwedische, eine norwegische und eine interkontinentale Gesellschaft enttäuschte der Konzern erneut mit einem schwachen Quartalsergebnis.

hst STOCKHOLM. Das Minus belief sich im ersten Quartal auf 1,6 Mrd. Kronen (175,8 Mill. Euro). Es lag damit zwar niedriger als der Verlust im Vorjahresquartal von 1,9 Mrd. Kronen. Analysten hatten aber nur einen Verlust von 1,5 Mrd. Kronen erwartet. Der Umsatz sank auf 12,6 (13,7) Mrd. Kronen.

SAS-Chef Jørgen Lindegaard sagte in Oslo, er habe mit diesem Ergebnis gerechnet. „Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg und wollen ein positives Ergebnis oder ein Nullergebnis in diesem Jahr erreichen.“ An der Börse in Stockholm gab SAS knapp 1 % nach.

Die skandinavische Fluggesellschaft leidet seit mehreren Jahren wie viele ihrer Konkurrenten unter der schlechten Konjunktur, dem Irak-Krieg sowie der zunehmenden Konkurrenz durch Billigflieger.

Seinen vorsichtigen Optimismus begründete Lindegaard mit einem spürbaren Konjunkturaufschwung und der erfolgreichen Umsetzung eines 14 Mrd. Kronen umfassenden Sparpakets. Neben einem massiven Stellenabbau zählt dazu auch die Aufspaltung der Airline in vier Einzelgesellschaften. Dann muss die Gesellschaft bei Tarifverhandlungen nicht mehr wie zuvor mit 39 Gewerkschaften verhandeln.

Analysten in Stockholm bewerteten die Prognose der SAS für das laufende Jahr als realistisch, da die Effekte des Kostensenkungsprogramm offenbar griffen. Im ersten Quartal dieses Jahres hätten die erst kürzlich beschlossenen Maßnahmen aber noch keinen Einfluss auf das Ergebnis gehabt, sagten sie.

SAS konnte die Passagierzahlen im ersten Quartal um 7,3 % steigern. Doch trotz der besseren Auslastung gingen die durchschnittlichen Erträge pro Fluggast leicht zurück. Durch die wachsende Konkurrenz der Billigfluggesellschaften musste auch SAS ihre Preise zum Teil deutlich senken. Positiv entwickelte sich dagegen die Business Class. Der Anteil der Business-Passagiere stieg in den vergangenen drei Monaten leicht auf knapp 20 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%