Flugzeugbauer: Airbus sticht Boeing zum Jahresbeginn aus

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Airbus sticht Boeing zum Jahresbeginn aus

Bei Airbus sind die Bücher gut gefällt: Der Flugzeugbauer hat schon so viele Bestellungen erhalten, dass das Jahresziel zur Hälfte erreicht ist. Boeing macht der Auslieferungsstopp für den „Dreamliner“ zu schaffen.
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Paris/New YorkIm Rennen um die Marktführerschaft hat der europäische Flugzeugbauer Airbus seinen Erzrivalen Boeing zu Jahresbeginn abgehängt. Mit netto 410 Flugzeugbestellungen lag die EADS-Tochter im ersten Quartal vor dem US-Konzern, der für sich 209 Order verbuchen konnte. Brutto, also ohne Stornierungen, erhielt Airbus nach Angaben von Donnerstag mit 431 Bestellungen gleich vier Mal so viele wie im Auftaktquartal 2012.

Grund war ein Großauftrag der indonesischen Lion Air über 234 Flugzeuge. Es war die größte Bestellung in der Geschichte von Airbus. Boeing verbuchte Brutto-Order über 220 Maschinen. Die beiden Flugzeugbauer liefern sich seit Jahren ein Rennen um den ersten Platz. Vergangenes Jahr war Boeing an Airbus vorbeigezogen.

Zuletzt hatte auch Boeing einen Großauftrag an Land gezogen. Der irische Billigflieger Ryanair sicherte sich den Zuschlag für 175 Flugzeuge der Amerikaner, die in der Quartalsstatistik aber noch keine Berücksichtigung fanden.

Der Auslieferungsstopp beim „Dreamliner“ macht Boeing zu schaffen. Im ersten Quartal konnte wurden nur 137 Maschinen seiner verschiedenen Baureihen an die Kunden übergeben - das waren genau so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie Boeing am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern seine Auslieferungen wegen der starken Nachfrage nach Verkehrsjets regelmäßig steigern können.

Statt 5 „Dreamliner“ wie im Vorjahreszeitraum ging jetzt nur noch ein einziger der Jets raus, bevor Mitte Januar zunächst ein Startverbot und dann ein Auslieferungsstopp verhängt wurde. Grund waren ein Feuer und ein Schwelbrand bei den Batterien zweier „Dreamliner“ japanischer Fluggesellschaften. Derzeit testet Boeing eine neue, sicherere Batteriekonstruktion.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass Boeing den Rückstand bei den „Dreamliner“-Auslieferungen wieder aufholt, wenn die US-Flugaufsicht grünes Licht für das neue Batteriedesign gibt. Die Produktion der Langstreckenjets läuft unvermindert. Verkaufsschlager von Boeing ist allerdings ohnehin die kleinere 737 mit zuletzt 102 ausgelieferten Maschinen vor dem Großraumflieger 777 mit 24 Stück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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