Flugzeugbauer
Airbus will nationale Empfindungen überwinden

Nach dem Bau des ersten Flugzeugs in China hegt Airbus Pläne für eine Expansion der Produktion in die USA und nach Indien. „Wir müssen nationale Empfindungen hinter uns lassen“, erklärte Airbus-Chef Tom Enders in einem Beitrag für die „Financial Times“. Das könnte auf einen Epochenwechsel hindeuten.

HB PARIS. Die Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS werde nur dann langfristig wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie Ressourcen und Märkte weltweit erschließe und ein echtes internationales Unternehmen werde. Daher müsse Airbus Standorte zur Entwicklung und Produktion auch in den USA, in Indien und anderen Ländern aufbauen.

Der Boeing-Rivale baut seine Maschinen in Frankreich und Deutschland zusammen. 2006 entschied sich der Konzern allerdings, eine Fertigungslinie seines Verkaufschlagers A320 nach China zu verlagern. Damit stieß Airbus auch auf Kritik, da der Verlust von Technologiewissen befürchtet wurde.

Vor wenigen Tagen absolvierte der erste in einem Werk bei Peking gebaute A320 seinen Jungfernflug; Ende Juni soll die erste Maschine ausgeliefert werden. In den USA wollte Airbus im Zusammenhang mit einem Auftrag für den Bau von Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe ein Werk in Alabama erreichten. Nach einem Einspruch von Boeing hatte das US-Verteidigungsministerium den Auftrag aber zurückgezogen und wieder ausgeschrieben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%