Flugzeugbauer
Boeing braucht neue Allianzen

Der Airbus-Rivale und der brasilianische Jetproduzent Embraer wollen im Flugzeugbau und im Rüstungsgeschäft kooperieren. Die Partnerschaft zeigt: Noch laufen die Geschäfte toll, aber die Risiken sind enorm.
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München/São PauloDie Ostertage hätten für Boeing kaum besser laufen können. Am Karfreitag meldete der Flugzeugbauer, im ersten Quartal mehr Jets ausgeliefert zu haben als der Rivale Airbus - zum ersten Mal seit neun Jahren. Gestern legten die Amerikaner nach. In Washington besiegelte Boeing gemeinsam mit dem brasilianischen Flugzeughersteller Embraer eine strategische Partnerschaft.

Jim Albaugh, Chef der Verkehrsflugzeugsparte von Boeing, sprach von einem "bedeutenden Abkommen", das noch deutlich ausgeweitet werden könnte. Die Amerikaner und die Brasilianer wollen in der Flugzeugentwicklung zusammenarbeiten. Zudem hofft Boeing auf die lukrative Lieferung von Kampfjets an die brasilianische Luftwaffe.

Das Bündnis zeigt, wie sehr die weltweite Luftfahrtindustrie auf Kooperationen angewiesen ist. Zwar gehen alle Prognosen von einem langanhaltenden Boom in der Flugzeugindustrie aus, um die gewaltige Nachfrage nach Flugreisen in den Schwellenländern bedienen zu können. Bis 2030, so lauten die übereinstimmenden Marktanalysen, wird sich die Zahl der Passagierjets verdoppeln.

Es wachsen jedoch die Risiken für die Hersteller: Sie müssen die Stückzahlen erhöhen und gleichzeitig mit sehr hohem wirtschaftlichem Risiko in neue und spritsparende Technologien investieren. Louis Gallois, Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, spricht von dem "Wettbewerb um Partnerschaften".

Die knüpft man am besten in Schwellenländern, denn die wirtschaftlichen Gewichte der Branche verschieben sich. Die Vormacht der Europäer und Amerikaner im Flugzeugbau wackelt, seitdem China, Russland und Brasilien eigene Flugzeugindustrien aufbauen. Und Embraer gilt als Perle der Industrie: Binnen zwei Jahrzehnten hat es der mittlerweile privatisierte Staatsbetrieb geschafft, nach Airbus und Boeing zur Nummer drei in der Branche aufzusteigen.

Die Regionaljets der sogenannten E-Serie sind auf Kurzstrecken für Schlüsselkunden wie Lufthansa mittlerweile ein Rückgrat der Flotte. Mit einem Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar ist Embraer aber deutlich kleiner als die Schwergewichte Airbus und Boeing, die jeweils ein Vielfaches der Brasilianer erlösen.

Noch sind Boeing und Embraer keine Konkurrenten: Boeings kleinstes Einsteigermodell der 737-Reihe hat 150 Sitze, die Embraer-Modellpalette endet bei 124 Sitzen. Doch das kann sich bald ändern: "Bislang war die Welt wunderbar getrennt, aber die Grenzen der Segmente verschieben sich jetzt", sagt Heinrich Großbongardt, Luftfahrtberater aus Hamburg. "Die Airlines verlangen auch auf Kurzstrecken größere Maschinen, um effizienter fliegen zu können."

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EADS hat sich anders entschieden

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  • "Nach laufen die Geschäft toll, [...]"

    Nach diesem "Satz" habe ich mir das Lesen dieses Artikels gespart. Es wäre vielleicht ratsam ein Lektorat zu bemühen, bevor Artikel auf dieser Seite publiziert werden. Mir scheint, als gäbe es kaum/keine Artikel auf dieser Seite ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Das ist schon ziemlich peinlich.

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