Flugzeugbauer
Boeing greift bei Zulieferern durch

Der Dreamliner hat sich für Boeing längst zum Albtraum entwickelt. Jetzt steht der Flugzeugbauer vor einer Kehrtwende - und will an Zulieferer ausgelagerte Fertigungen wieder selber übernehmen.

HB NEW YORK. Boeing verschärft laut einem Zeitungsbericht die Kontrolle über die Produktion seines problembehafteten Hoffnungsträgers 787 Dreamliner. Der US-Flugzeugbauer wolle ein wichtiges US-Werk des Zulieferers Vought Aircraft Industries kaufen, in dem Rumpfteile hergestellt werden, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Der Deal wäre ein weiteres Zeichen dafür, dass der ambitionierte Plan von Boeing, sich beim Bau des neuen Modells so stark wie noch nie auf Zulieferer zu verlassen, nicht wie geplant funktioniert hat. Schwierigkeiten bei der Koordination der vielen Partner gelten als einer der Gründe für die Verzögerungen bei der 787, die inzwischen zwei Jahre hinter dem Zeitplan zurückliegt. Im Juni musste Boeing den Erstflug wieder aufschieben. Die australische Fluggesellschaft Qantas stornierte daraufhin einen Auftrag über 15 Maschinen des Typs. Boeing hat rund 850 Bestellungen für den Dreamliner.

Im vergangenen Sommer hatte Boeing bereits ein Zulieferer-Werk unter seine Kontrolle gebracht.

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