Flugzeugbauer Bombardier
Ursache für Bruchlandungen gefunden

Nach zwei Lande-Unfällen hat die skandinavische Fluggesellschaft SAS mehr als hundert Flüge wegen Sicherheitsbedenken gestrichen. Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier hat nun die Ursache für die Bruchlandungen gefunden. Das verhängte Flugverbot könne daher möglicherweise bereits am Montag aufgehoben werden, teilte die schwedische Luftfahrtbehörde am Freitag mit.

HB STOCKHOLM. Die Flugzeuge würden am Wochenende inspiziert und eventuell auch repariert werden. Am Montag oder Dienstag würden dann die Luftfahrtbehörden Schwedens, Dänemarks und Norwegens dann zusammentreffen, um über eine Aufhebung des Flugverbots für alle 27 Maschinen des Typs Dash 8-400 im Dienst der skandivanischen Gesellschaft SAS zu entscheiden. Vor der Wiederzulassung kommerzieller Flüge würden sich die Behörden zudem mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Verbindung setzen.

Innerhalb weniger Tage war bei zwei Flugzeugen von SAS während der Landung das Fahrwerk gebrochen. Ernsthaft verletzt wurde dabei niemand. SAS hat die durch das Flugverbot entstehenden Kosten auf 1,6 Mill. Euro täglich beziffert.

Konstruktionsfehler waren möglicherweise die Ursache. Im vorläufigen Bericht der Untersuchungskommission der dänischen Luftfahrtbehörde SLV heißt es, dass bei der Notlandung am vergangenen Sonntag im dänischen Aalborg das Fahrwerk der Maschine gebrochen sei, nachdem sich eine Niete gelöst hatte. Ursache sei Rost an einem Bolzen gewesen. Es handele sich nicht um einen Fehler bei der Wartung.

Anfang der Woche hatten zwei SAS-Maschinen dieses Typs auf dem Weg nach Berlin sowie nach Prag wegen anderer technischer Defekte in der Luft umkehren müssen. In Litauens Hauptstadt Vilnius musste ein Maschine unter ähnlichen Umständen wie in Aalborg am Dienstag notlanden. Daraufhin hatte der kanadische Flugzeughersteller Bombardier weltweit allen Fluggesellschaften empfohlen, ihre Dash 8- Q-400 bis zur Klärung der Unglücksursachen am Boden zu lassen.

Ein Bombardier-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren. Der Flugzeugbauer wolle den endgültigen Bericht abwarten. Auch über eine mögliche Entschädigung für SAS wollte er nicht spekulieren.

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