Flugzeugbauer
Lieferpanne belastet Boeing

Nach Airbus hat jetzt auch der US-Rivale Boeing mit Lieferpannen zu kämpfen. Die Auslieferung von Militärflugzeugen wird sich wegen Problemen bei der Hard- und Software um bis zu 18 Monate verzögern.

HB DÜSSELDORF. Boeing kündigte am Donnerstag in Chicago an, im zweiten Quartal würden Sonderbelastungen von 1,12 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 900 Millionen Euro) anfallen. Allein 300 bis 500 Millionen Dollar entfielen auf die verzögerte Auslieferung von Frühwarn- und Aufklärungsflugzeugen an Australien und die Türkei. Die Auslieferung der Militärflugzeuge wird sich laut Boeing wegen Problemen bei der Hard- und Software um bis zu 18 Monate verzögern. Australien hatte sechs und die Türkei vier Maschinen bestellt. Boeing will jetzt die sechs Flugzeuge an Australien Ende 2008 ausliefern und entwickelt mit der Türkei einen Zeitplan für deren Auslieferungen. Boeing-Chef Jim McNerney bedauerte die Panne.

Weitere 615 Millionen Dollar vor Steuern stellte das Unternehmen für eine vorläufige Einigung in einem Rechtsstreit mit der US-Regierung zurück. Die Polizei hatte gegen Boeing ermittelt, da der zweitgrößte Lieferant des Pentagons einen ehemaligen hochrangigen Einkäufer der Luftwaffe angestellt hatte. Zudem hatte sich Boeing tausende von Dokumenten über das Raketenprogramm seines Konkurrenten Lockheed Martin beschafft. Durch die Einigung würden sämtliche zivil- und strafrechtlichen Anschuldigungen beigelegt. Der Vergleich enthält nach Boeing-Angaben auch eine Strafzahlung.

Die Zahlen zum zweiten Quartal will Boeing am 26. Juli bekannt geben.

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