Flugzeugbauer
Rüstungsgeschäft rettet Boeing

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Märkte übertroffen und deutlich mehr verdient, als Analysten prognostiziert hatten. Zurückzuführen ist das vor allem auf die Rüstungssparte.

DÜSSELDORF. Sie legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent zu. Beim kommerziellen Flugzeugbau drückte dagegen der von der globalen Wirtschaftskrise geprägte schwache Luftfahrtmarkt die Umsätze. Operativ erwirtschaftete Boeing jedoch nach eigener Aussage auch in dieser Sparte noch einen Zuwachs. Der Konzern habe die Kosten für Forschung und Entwicklung in Anbetracht der sinkenden Nachfrage heruntergefahren, teilte Boeing mit.

Prinzipiell hält der Konkurrent des europäischen Airbus-Konsortiums aber an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Er will 2009 einen Umsatz von 68 bis 69 Mrd. Dollar und einen Gewinn je Aktie zwischen 4,70 und fünf Dollar erzielen.

Die Sparten Rüstung und Zivilluftfahrt liegen in der Vorausschau in puncto Umsatz nahezu gleichauf mit jeweils etwa 34 Mrd. Dollar. Obwohl die Fluggesellschaften weltweit über einbrechende Geschäftszahlen klagen, will Boeing in diesem Jahr weiter wie geplant 480 bis 485 neue Flugzeuge ausliefern.

Das entspricht exakt den Ankündigungen des europäischen Rivalen: Airbus hatte erklärt, das Rekord-Auslieferungsergebnis des Vorjahres mit 483 Maschinen auch in diesem Jahr wieder erreichen zu wollen. Bei der Air-Show im Frühjahr in Le Bourget bei Paris hatten die Europäer deutlich mehr Bestellungen verbucht als die Amerikaner. In der Rüstungssparte rechnet Boeing zudem mit einem Rückgang bei den Bestellungen des US-Verteidigungsministeriums.

Die mit Spannung erwarteten Aussagen von Boeing über den weiteren Zeitplan für das Prestigeprojekt „Dreamliner“, das neue Flugzeug B787, blieb der Konzern gestern schuldig. Den Erstflug des neuen Jets hatte Boeing erst vor wenigen Wochen wegen eines technischen Problems in der Struktur des Flugzeugrumpfs zum fünften Mal verschoben.

Gestern hieß es zu diesem Thema lediglich, die technischen Probleme seien erkannt und an den Lösungen werde derzeit gearbeitet. Keinesfalls werde Boeing aber die Qualität des innovativen Flugzeugs einem übereilten Zeitplan opfern, erklärte Boeing-Vorstandschef Jim McNerney.

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