Flugzeuge fürs britische Verteidigungsministerium
BAE sichert sich Milliardenauftrag

BAE Systems hat einen Auftrag über 1,1 Mrd. Pfund vom britischen Verteidigungsministerium gewonnen. Europas größter Rüstungskonzern soll insgesamt zwölf Nimrod Überwachungsflugzeuge bauen. Das teilte BAE auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough mit.

mm / Bloomberg LONDON. Das Nimrod-Programm war vor vier Jahren wegen großer Überziehung der Zeit- und Kostenpläne in schwere Probleme geraten. „Diese Phase liegt weit hinter uns, meinte am gestrigen Dienstag der Vorstandschef von BAE, Mike Turner. „Wir haben einige wertvolle Lektionen für unser Projektmanagement gelernt, die jetzt dem gesamten Unternehmen zu Gute kommen.“

Als BAE die Öffentlichkeit am 11. Dezember 2002 über die Probleme informierte, sackte der Aktienkurs auf ein Neun-Jahres-Tief ab. Damals ging es um den Bau von 18 Nimrod Flugzeugen und drei Atom-U-Booten. Insgesamt hatte die Order einen Wert von knapp fünf Mrd. Pfund. Seither hat sich der Börsenkurs von BAE wieder deutlich von einem Tief bei rund 100 Pence auf einen Höchststand von über 200 Pence erholt. Seit Mai sackte der Kurs aber erneut in Richtung 160 Pence ab. Ein Grund für die Verluste ist die 20-prozentige Beteiligung von BAE am europäischen Flugzeugbauer Airbus, der kürzlich Lieferschwierigkeiten einräumen musste.

Derzeit streiten die Briten mit der Airbus-Mutter EADS über Preis dieses Pakets, das EADS übernehmen möchte. Vor etwa einer Woche hatte BAE beschlossen, die Konditionen für den seit April geplanten Verkauf noch einmal zu überprüfen. Möglicherweise, so hieß es, wolle BAE zunächst sogar ganz auf die Abgabe der Anteile verzichten. Die Briten sind vor allem mit dem Preis von 2,75 Mrd. Euro nicht einverstanden, den die Rothschild-Bank als unabhängiger Schlichter festgesetzt hat. Die Bewertung ist aus Sicht von BAE deutlich zu niedrig.

Der britische Rüstungskonzern hat bereits eine formelle Prüfung von EADS angekündigt. Dieses so genannte Audit soll dem Vorstand des Konzerns helfen, den BAE-Aktionären eine Empfehlung für oder gegen den Anteilsverkauf auszusprechen. BAE will insbesondere prüfen, welches Ausmaß die Lieferschwierigkeiten des Großraum-Airbus A380 tatsächlich haben.

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