Flugzeughersteller
Airbus demonstriert Optimismus

Der Rekordölpreis und die sich abkühlende Konjunktur lassen den Flugzeughersteller Airbus bislang kalt. Ähnlich wie Konkurrent Boeing blickt Airbus optimistisch in die Zukunft, das Auftragsbuch des Flugzeugbauers wird auch im Jahr 2008 weiter wachsen. Wie der Konzern die komfortable Ausgangslage nutzen will, um strukturelle Probleme zu beheben.

LONDON. "Wir haben keine großen Abbestellungen, aber wir müssen wachsam sein", sagte Airbus-Chef Tom Enders kurz vor Start der Luftfahrtshow im britischen Farnborough. "Einige Kunden haben Probleme, aber wir stehen nicht vor einer großen Krise", betonte Enders vor der wichtigsten Branchenmesse in diesem Jahr. Airbus will an seiner Planung festhalten, die Produktion sämtlicher Flugzeugtypen in den kommenden Jahren zu erweitern, um die Liefertermine zu halten.

Trotz des hohen Ölpreises und der sich abkühlenden Konjunktur wird das Auftragsbuch des Flugzeugbauers 2008 erneut weiter wachsen. Allein im ersten Halbjahr zählte der europäische Flugzeugbauer 487 Neubestellungen, das entspricht der geplanten Jahresproduktion. Auch in Farnborough rechnet Airbus mit neuen Großaufträgen. Branchenkreisen zufolge wird Mitte der Woche Qatar eine größere Bestellung aufgeben. Weitere Abschlüsse sind in Aussicht. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 39,2 Mrd. Euro ist EADS rechnerisch bis weit ins nächste Jahrzehnt ausgelastet.

Damit bleibt die EADS-Tochter Airbus ähnlich optimistisch wie der Erzkonkurrent Boeing, der für seine zivile Flugzeugsparte zuletzt einen Auftragsbestand von umgerechnet 172 Mrd. Euro meldete. Boeing hat in der vergangenen Woche seinen optimistischen Marktausblick bestätigt. "Steigt der Ölpreis, müssen die Airlines früher neue, verbrauchsärmere Flugzeuge kaufen", sagte Boeing Marketingchef Randy Tinseth.

Dennoch bleibt die Krise der Fluglinien nicht ohne Folgen. "Einige Kunden haben verschoben, aber andere sind froh, wenn wir früher liefern", sagt Enders. Für die Jahre 2011 bis 2013 sei die Produktion sogar überbucht, sagte EADS-Finanzchef Hans Peter Ring. Als Ende Mai der amerikanische Billigflieger Jetblue seine Bestellung über 21 Mittelstreckenjets vom Typ A320 um vier Jahre verschob, griff Lufthansa zu und sicherte sich den früheren Auslieferungstermin. Airbus will vor allem die Produktion der A320-Familie von derzeit 36 auf 40 Stück erhöhen.

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