Flugzeugsparte verkauft
Fiat streicht für Avio Milliarden ein

Der hoch verschuldete Fiat-Konzern hat seine Flugzeugsparte Fiat Avio an das Bündnis aus dem Rüstungskonzern Finmeccanica und der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group verkauft.

HB/dpa TURIN. Der Wert des Geschäfts, das bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, belaufe sich auf 1,5 Milliarden Euro, teilte Fiat in Turin mit. Jedoch müssen zuvor noch die Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung geben. Der Verkauf werde über die Avio Holding Spa abgewickelt, die zu 70 Prozent an Carlyle und zu 30 Prozent an Finmeccanica gehen werde, hieß es am Mittwoch.

Der Verkauf, durch den das angeschlagene Turiner Unternehmen seine finanzielle Position verbessern will, war schon seit längerer Zeit angekündigt. Vor zwei Wochen hatte Fiat bereits grünes Licht aus Brüssel für den Verkauf der Toro-Versicherung an die italienische Verlagsgruppe De Agostini bekommen.

Carlyle und Finmeccanica wollen die Übernahme aus Eigenkapital sowie aus Krediten zahlen. Die Kredite wurden von fünf Banken genehmigt, darunter Citigroup und Lehman Brothers. Fiat Avio beschäftigt insgesamt 5000 Menschen und verfügt über 14 Werke und 9 Forschungszentren. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein operatives Ergebnis von 210 Millionen Euro.

An der Mailänder Börse stieg die Fiat-Aktie am Morgen um 2,76 Prozent auf 6,25 Euro, nachdem sie in den vergangenen Tagen teilweise bis zu 4 Prozentpunkte verloren hatte.

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