Förderungsrückgang droht
Windenergieverband fürchtetum Umsatz

Der Bundesverband Windenergie (BWE) befürchtet wegen der vom Bundesumweltministerium geplanten Förderungskürzungen für die Branche weitere Umsatzeinbußen.

Reuters BERLIN. Bei der angestrebten Senkung der Förderung von Windanlagen auf Land um 30 % bis 2010 sei mit einem jährlichen Umsatzrückgang von etwa zehn bis 15 % zu rechnen, sagte BWE-Vize Hermann Albers am Mittwoch. Das Bundesumweltministerium plant in einem Gesetzesentwurf die Förderung in den nächsten sieben Jahren um 30 % statt wie bislang nur um 20 % zu kürzen. Die Windenergie wird über eine Umlage beim Strompreis gefördert, die gegenwärtig monatlich etwa einen Euro pro Haushalt ausmacht.

Den befürchteten Umsatzrückgang kann die Branche nach Darstellung des Verbandes noch nicht durch Anlagen auf See oder Export ausgleichen. Zwar sei Deutschland im internationalen Vergleich mit Anlagen auf Land gut aufgestellt, sagte Albers. Vergangenes Jahr setzte die Branche rund 3,5 Mrd. € um. Allerdings sei der Neubau von Windkraftanlagen in diesem Jahr erstmals rückläufig gewesen. Das habe bereits Umsatzeinbußen von 70 bis 80 Mill. € zur Folge gehabt.

Die schwache Auftragslage hatte beispielsweise der Hamburger Hersteller von Windkraftanlagen Nordex zu spüren bekommen. So senkte das Energieunternehmen im August seine Prognose für das Gesamtjahr 2002/2003. Konkurrent REpower konnte indes im ersten Quartal seine Gesamtleistung deutlich steigern und seinen Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringern. Das Unternehmen will am Donnerstag Halbjahreszahlen vorlegen. Einen Einbruch in der Gesamtleistung in den ersten sechs Monaten um fast 70 % verzeichnete hingegen der Windanlagen-Betreiber Plambeck Neue Energien AG.

In der Windenergiebranche arbeiten dem BWE zufolge rund 46 000 Menschen. Seit 1990 habe sich die Leistung der Windkraft-Anlagen verzehnfacht. Die Stromproduktion sei seitdem um 40 % gestiegen. Die Kosten seien in dem Zeitraum um 55 % gesunken, sagte Albers.

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