Fokussierung auf Rüstung und Autosparte zahlt sich aus
Autozuliefersparte von Rheinmetall läuft hervorragend

Der Mischkonzern Rheinmetall hat seinen Gewinn vor allem dank einer guten Geschäftsentwicklung seiner Autozuliefersparte in den ersten neun Monaten deutlich gesteigert.

HB DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 72 Prozent auf 136 Millionen Euro, teilte der Düsseldorfer Konzern am Donnerstag in seinem aktuellen Zwischenbericht mit. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hatten Analysten das Ebit auf 123 Millionen Euro veranschlagt.

„Motor der Ertragssteigerung war erneut der Unternehmensbereich Automotive“, hieß es weiter. Diese unter der Tochter Kolbenschmidt Pierburg angesiedelte Sparte habe ihr Ebit um 70 Prozent auf 108 Millionen Euro verbessert. Der Gewinnzuwachs der Rüstungssparte fiel dagegen mit zwei Millionen Euro auf 23 Millionen Euro gering aus. Rheinmetall ist eigenen Angaben zufolge Europas größter Ausrüster von Bodentruppen. In der deutschen Rüstungsindustrie markiert das vierte Quartal üblicherweise den Schwerpunkt.

Der Umsatz kletterte bereinigt um Wechselkurseffekte und Firmenverkäufe um vier Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Rheinmetall mit einem Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Für das Ergebnis bekräftigte Rheinmetall die zuletzt im August gemachte Prognose, wonach die Ebit-Rendite weiter steigen soll. Sie war in den ersten neun Monaten bereits gegenüber dem Vorjahr auf 5,7 Prozent von 2,6 Prozent gestiegen. Angesichts der guten Ertragsentwicklung kündigte Rheinmetall den Rückkauf eigener Aktien an. Grundsätzlich hatte dies die Hauptversammlung im mai bereits genehmigt. Die Aktien sollen über die Börse erworben werden.

Rheinmetall hatte vor einem Jahr die Fokussierung auf die zwei Kerngeschäfte Rüstung und Autozulieferung beschlossen und sich seither schrittweise vom ehemals dritten Konzernstandbein Elektronik sowie der Maschinenbautochter Jagenberg getrennt. Die im Nebenwertesegment MDax notierte Rheinmetall-Vorzugsaktie wurde kurz nach Börseneröffnung bei 35,55 Euro um anderthalb Prozent höher gehandelt.

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