Folge der Krise
Klöckner-Werke schreiben rote Zahlen

Die Klöckner-Werke leiden unter der Wirtschaftskrise. Im ersten Quartal hat der Maschinenbauer rote Zahlen geschrieben. Auf Sicht rechnet die Unternehmensleitung nicht mit einer Besserung.

HB FRANKFURT. Der zum Salzgitter-Konzern gehörende Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen teilte am Donnerstag mit, er gehe "von einem gegenüber 2008 wesentlich schwächeren Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2009 aus". Das Unternehmen leidet darunter, dass sich die Getränkeindustrie angesichts der Wirtschaftskrise mit Investitionen zurückhält. Schon das vergangene Jahr war sowohl operativ als auch unter dem Strich mit einem Verlust zu Ende gegangen, der Umsatz leicht auf gut eine Milliarde Euro gesunken.

Der anhaltende Nachfrageschwund zeigte sich im Auftaktquartal im Auftragseingang, der auf 176 Millionen Euro fiel von 259 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz brach auf 194 (255) Millionen Euro ein. Netto ergab sich ein Konzernverlust von 23 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch ein Gewinn von gut einer Million in den Büchern gestanden hatte. Auf operativer Basis (Ebit) lag das Minus bei 20 Millionen Euro nach einem Gewinn von acht Millionen im Vergleichszeitraum.

Erst auf längere Sicht werde sich die Lage bessern, bekräftigte der Vorstand der Klöckner-Werke. Der Vorstand richte seine Hoffnungen auf die Zeit nach der Wirtschaftskrise, wenn sich der Investitionsstau zeigen werde. "Diese Entwicklung stellt eine große Chance für den Konzern dar."

Bis die Nachfrage nach Abfüllanlagen wieder steigt, tritt das Unternehmen aber auf die Kostenbremse. Bei der Dortmunder Verpackungstechnik-Tochter KHS - auf die 90 Prozent des Klöckner-Geschäfts entfallen - arbeiten derzeit rund 700 der 3 000 Beschäftigten im Inland kurz, wie Klöckner-Chef Roland Flach der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht vom Freitag sagte. Im März waren es dem Bericht zufolge noch 400.

KHS-Gesamtbetriebsratschef Helmut Weber sagte dem Blatt, er gehe davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter eher noch steigen werde. Kündigungen seien derzeit nicht geplant, sagte Flach, der vorübergehend auch KHS führt, der Zeitung weiter. Stattdessen sollten bei KHS die Investitionen gekürzt werden. Weber zufolge wird zudem die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung von 2,1 Prozent um sieben Monate verschoben.

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