Folge der Preisanhebungen
Lanxess überrascht mit hohem Gewinn

Der Chemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal dank Preisanhebungen einen Ergebnisanstieg erzielt. Der bereinigte operative Gewinn legte um knapp sechs Prozent zu. Analysten hatten mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Um höhere Margen zu erzielen, verfolgt der Konzern eine spezielle Strategie.

HB FRANKFURT. Der Chemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal dank Preisanhebungen einen überraschenden Ergebnisanstieg erzielt. "Der Konzern ist optimal aufgestellt, um sich auch in einem zunehmend schwieriger werdenden Marktumfeld zu behaupten", erklärte Vorstandschef Axel Heitmann am Mittwoch. An ihren Jahreszielen für Umsatz und operativen Gewinn hielt die Konzernführung fest.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und Sondereinflüssen nahm im zweiten Jahresviertel um 5,7 Prozent auf 223 Mill. Euro zu. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem leichten Rückgang des bereinigten operativen Gewinns auf 208 Mill. Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 53 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten noch hohe Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Tochter Lustran zu einem Verlust von 59 Mill. Euro geführt. Lanxess setzte im Zeitraum April bis Juni mit 1,765 Mrd. Euro 2,2 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Ohne den Einfluss der Währungen sowie die Abgabe von Geschäftsteilen wäre der Anstieg deutlicher ausgefallen.

Für das Gesamtjahr stellte Heitmann wie bisher von Währungseinflüssen und der Abgabe von Geschäftsteilen abgesehen eine Umsatzsteigerung in Aussicht. Das Ebitda vor Sondereinflüssen solle bei mehr als 700 Mill. Euro liegen. 2007 standen ein Umsatz von 6,61 Mrd. Euro und ein Gewinn vor Sondereinflüssen von 719 Mill. Euro zu Buche.

Lanxess will dieses Jahr bei der operative Rendite zum Niveau der Wettbewerber aufschließen, die 2007 im Schnitt ein Margenniveau von 12,5 Prozent erreicht hatten. Im zweiten Quartal kam Lanxess auf eine operative Rendite vor Zinsen Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen (Ebitda-Marge) von 12,6 Prozent nach 12,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Nach einer harten Sanierung konzentriert sich das Unternehmen inzwischen stärker auf die Spezialchemie, mit der sich höhere Gewinnmargen erzielen lassen.

Lanxess kündigte an, die Konzernzentrale von Leverkusen nach Köln zu verlegen. Der Umzug solle bis 2011 über die Bühne gehen, teilte das Unternehmen mit. Über mögliche Standorte werde nun intensiv mit der Stadt gesprochen. Vorstandschef Axel Heitmann begründete die Entscheidung unter anderem mit den guten Verkehrsanbindungen, die die Nachbarstadt am Rhein zu bieten habe. Der Neubau soll bevorzugt über einen externen Investor finanziert werden.

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