Folge von Japan: General Motors gehen die Bauteile aus

Folge von Japan
General Motors gehen die Bauteile aus

Das Erdbeben in Japan hat jetzt erste Konsequenzen außerhalb der japanischen Automobilindustrie. General Motors wird in einem Werk die Produktion anhalten. Die Bauteile gehen aus.
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DetroitDie Katastrophe in Japan wirkt sich auch auf General Motors aus. Der US-Autokonzern teilte am Donnerstag mit, dass er die Produktion in seinem Werk Shreveport in Louisiana in der kommenden Woche aussetzen werde. Es fehlten wegen der Krise in Japan Zulieferteile. Alle anderen Fabriken arbeiteten aber normal weiter, hieß es.

Wegen Beben, Tsunami und Stromknappheit liegt in vielen Fabriken in Japan die Produktion still. Deutsche Autobauer klagten bislang noch nicht über Engpässe. Die Schiffe, auf denen Teile für die laufende Produktion unterwegs sind, hatten noch vor der Katastrophe abgelegt.

Der größte deutschen Autobauer VW sieht nur bis Ende nächster Woche die Lieferungen gesichert. VW und Porsche kämpfen zwar derzeit noch nicht mit Lieferengpässen wegen der Katastrophe in Japan. Dennoch: „Wir haben schon am Wochenende eine Task Force eingerichtet“, sagte der Chef von Volkswagen und der Porsche Dachgesellschaft SE, Martin Winterkorn. Diese entscheide täglich darüber, aus
welchen Regionen Teile und Komponenten bezogen werden.

In dieser und auch in der nächsten Woche seien keine Engpässe zu erwarten. Aber Winterkorn schränkte ein: „Danach müssen wir sehen“. Porsche-Chef Matthias Müller betonte: „Wir sind in Japan vollhandlungsfähig.“ Die Versorgungskette sei weiter gesichert. Porsche bezieht unter anderem Getriebe von dem japanischen Zulieferer Aisin.

Bei BMW heißt es, welche Folgen die Erdbebenkatastrophe in Japan für das Unternehmen oder die Weltwirtschaft haben werde, könne derzeit noch nicht abgesehen werden. Dafür sei es noch viel zu früh.

Japans Autohersteller werden nach dem Erdbeben und dem Tsunami ihre Werke auch weiterhin geschlossen halten. Toyota kündigte an, seine Produktion in Japan noch bis Dienstag kommender
Woche ruhen zu lassen.
Zum einen gebe es Probleme mit der Beschaffung der Bauteile, zum anderen seien einige Mitarbeiter nach der Erdbebenkatastrophe noch nicht wieder in der Lage, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Die Produktion ruht seit Montag.
In den Werken, die Ersatzteile für Toyota herstellen, soll hingegen wieder die Arbeit aufgenommen werden.
Nissan wird die Produktion in zwei Fabriken am Donnerstag und Freitag wieder aufnehmen, zumindest so lange der Vorrat für die Autoteile hält. Drei weitere Nissan-Werke bleiben noch bis Sonntag
geschlossen.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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