Doch aus Sicht der Industrie mangelt es dem Index an Aussagekraft. Denn die sich häufenden Unterbrechungen im Bereich von einer Sekunde und weniger bereiten den Unternehmen wachsende Probleme. Doch Störungen von weniger als drei Minuten Dauer liegen unterhalb der SAIDI-Schwelle und tauchen bislang in keiner Statistik auf.
Netzschwankungen und Spannungseinbrüche hat es zwar immer gegeben. Ihre Häufung ist aber eine Begleiterscheinung der Energiewende. Das Energieversorgungssystem wird von Tag zu Tag komplexer. Früher basierte es auf Großkraftwerken, die meistens dort gebaut wurden, wo die Industrie produzierte und die größte Bevölkerungsdichte herrschte. Doch Produktion und Verbrauch driften immer weiter auseinander. Acht von 17 Kernkraftwerken gingen bereits vom Netz, viele im Südwesten Deutschlands. Die Stromversorgungslage ist dort mittlerweile kompliziert. Gleichzeitig wandert mit dem Ausbau der Windkraft auf hoher See ein wachsender Teil der Erzeugung in den Norden Deutschlands. Die zusätzlichen Stromleitungen, die erforderlich sind, um den Strom in die Verbrauchszentren im Westen und Süden zu bringen, fehlen noch. Außerdem schwankt die Stromproduktion aus Wind und Sonne stark.
Viel Arbeit für die Netzbetreiber
Die Anforderungen an die Netzbetreiber wachsen daher ständig. Sie stehen vor der Herausforderung, Schwankungen im Netz zu vermeiden. Die Industrie kann sich vor kurzen Störungen nicht schützen: Notstromaggregate haben in der Regel eine Anlaufphase von zehn Sekunden. Der VIK will das Problem jetzt aktiv angehen. Man werde von den Mitgliedsunternehmen Daten erbitten, aus denen sich ein umfassendes Bild über Schäden wegen mangelhafter Versorgungsqualität ergebe. Die Industrie will sich so für mögliche spätere Schadensersatzklagen munitionieren.
In der Debatte um die Energiewende war die Zuverlässigkeit der Versorgung ein zentrales Thema. Die Entwicklung kann daher niemanden überraschen. So hatte etwa Heinz-Peter Schlüter, Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer von Trimet-Aluminium, in den Anhörungen der von der Bundesregierung eingesetzten Ethik-Kommission „Sichere Energieversorgung“ im Frühjahr vor den Problemen gewarnt. Mit dem Wegfall einer zuverlässigen Stromversorgung verliere er seine Existenzgrundlage. „Nur vier Stunden ohne Stromversorgung und die Produktionsanlagen meines Unternehmens wären irreparabel zerstört“, hatte Schlüter gewarnt.
wir brauchen dringend einen Masterplan für die Umstellung der Energieversorgung, und wir brauchen eine erdverkabelte Gleichstrom-Hochenergietrasse quer durch unsere Republik. Ein hochtechnisiertes und wohlhabendes Land sollte das eigentlich schaffen können! Dieter Mack
"Unsere grünen freunde"
Nachdem ich das jetzt zum dritten Mal in ein paar Minuten gelesen habe, muss ich jetzt doch mal etwas ernüchterndes sagen:
Äh, _wir_ haben die Energiewende nicht beschlossen. Das war - sehr zu meinem Ärger - die Merkelsche, die in Panik hysterisch reagiert hat und ohne auch nur den Fitzel eines Planes den Schalter umgelegt hat.
Schimpfen Sie also bitte nicht mit den Grünen: Die haben während der Zeit ihrer Kellnerschaft unter Koch Schröder zwar für Veränderungen gesorgt aber doch nie nie nie so einen unreflektierten B*llsh*t in gemacht wie die Merkelsche an einem einzigen Tag.
Ausserdem habe ich mich FREGGD geärgert, daß DIE jetzt die Lorbeeren einheimsen will und auf die Grünen der Müll ihrer Tat herunterfällt.
Bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Die Grünen haben ihre Schwächen, aber BESCHEUERT sind sie nicht.
Am 8.10.2002 und am 23.02.2003 musste ich bei Kunden je zwei Hauptsicherungen 63A und 80A ersetzen. Trotz intensiver Fehlersuche waren keine zu finden. Nach dem Einsetzen neuer Sicherungen war die Stromversorgung wieder hergestellt ohne weitere Störungen. Meine Fragen an viele Institutionen und Fachleute nach der Ursache für das Auslösen dieser Sicherungen, ohne Fehler in den Anlagen, sind bis heute nicht beantwortet. Ein Bericht (kann ich Ihnen gerne zusenden)für die Fachzeitschrift >netzpraxis< wurde nicht veröffentlicht, trotz großem Interesse des Redakteurs, Herrn Dipl.-Ing. Günter Fenchel.
Theodor O. Blum, Elektromeister
Belchenstraße 31, 79189 Bad Krozingen
T: 07633 9249351, F: 07633 9249353
Email: theodor.o.blum@t-online.de
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