Folgen der Rauchverbote
Zigarettenabsatz geht in Deutschland zurück

Die Einführung weitreichender Rauchverbote zeigt Wirkung: Der Zigarettenabsatz in Deutschland ist in den zwölf Monaten bis Ende September um drei Prozent auf unter 88 Mrd. Stück gesunken. Auch der Verkauf anderer Tabakprodukte sank im Vergleich zu den zwölf Monaten zuvor.

HB HAMBURG. Dasselbe gilt für die Summe illegal importierter Zigaretten, wie der zweitgrößte Konzern der deutschen Zigarettenbranche, Reemtsma, am Dienstag in Hamburg mitteilte.

"Hauptgrund für diesen Rückgang ist die Einführung von Rauchverboten in den Bundesländern", erklärte der Konzern. Allerdings ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts das strenge Rauchverbot in den meisten Bundesländern wieder gelockert worden.

Beim Alkohol- und Tabakkonsum der Bundesbürger verdiente der Staat 2007 kräftig mit: Insgesamt kassierten die Finanzminister 18,5 Mrd. Euro Steuern aus den Verkäufen von Tabak, Alkohol und Kaffee, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 400 000 Euro mehr als im Jahr 2004, für das die Statistiker die Einnahmen aus den Genussmittelsteuern letztmals errechnet hatten.

Mit 14,3 Mrd. Euro war die Tabaksteuer 2007 mit Abstand am ertragreichsten, allerdings brachte sie 100 000 Euro weniger ein als 2006. Mit den anderen Genussmittelsteuern nahmen Bund und Länder zusammen 4,2 Mrd. ein: die Branntweinsteuer brachte 2,0 Milliarden, die Kaffeesteuer 1,1, die Biersteuer 760 Mio. und die Steuer auf Schaumwein und Zwischenerzeugnisse wie Sherry 400 Millionen. Das Biersteueraufkommen steht den Bundesländern zu, alle anderen Steuereinnahmen aus Genussmitteln fließen in die Bundeskasse.

Bei der Tabaksteuer ist das Steueraufkommen in den vergangenen zehn Jahren um 28,8 Prozent gestiegen.

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