
AthenCoca-Cola Hellenic Bottling SA, der weltweit zweitgrößte Abfüller für Coca-Cola und das nach Marktwert wertvollste griechische Unternehmen, will sein Haupt-Aktien-Listing von Athen nach London verlegen. Damit flüchtet der Konzern aus dem Epizentrum der seit Jahren anhaltenden europäischen Schuldenkrise.
Coca-Cola Hellenic ist in 28 Ländern auf drei Kontinenten aktiv und beschäftigt über 40.000 Mitarbeiter. Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen weltweit einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro. Rund 95 Prozent der Geschäftsaktivitäten und Aktionäre befinden sich außerhalb von Griechenland.
Im dritten Quartal 2011 erwirtschaftete Pepsi 17,6 Mrd. Dollar Umsatz. Davon entfallen in Nord- und Südamerika 5,63 Mrd. Dollar auf das Snackgeschäft und 5,95 Mrd. Dollar auf die Getränkesparte. 3,91 Mrd. Dollar Umsatz machte der Cola-Konkurrent in Europa, 2,10 Mrd. Dollar in Asien/Pazifik.
Das Nettoergebnis lag bei 2 Mrd. Dollar bei 17,6 Mrd. Dollar Umsatz. Damit erzielte der Konzern im dritten Quartal eine Rendite von 11,3 Prozent.
Gegen Coca-Cola hat Pepsi das Nachsehen. Der Umsatz war mit 12,3 Mrd. Dollar im dritten Quartal zwar geringer als bei Pepsi - das Nettoergebnis fiel allerdings mit 2,2 Mrd. Dollar höher aus. Die Rendite lag bei 18,1 Prozent.
Die relative Wertentwicklung von Pepsi an den Börse spricht Bände. Sie konnte nach der Krise zwar schnell wieder auf einen positiven Wert klettern, entwickelte sich aber deutlich schwächer als die von Coca-Cola.
Coca-Cola ist bei den Investoren beliebter als Pepsi. Der Aktienkurs entwickelte sich in den vergangenen Jahren deutlich besser als der von Pepsi. Zuletzt lag die Wertentwicklung gar bei 160 Prozent, bei Pepsi nur bei knapp über 100 Prozent.
Ein neues Unternehmen in der Schweiz, gegründet von einem der wichtigsten Aktionäre, wird dazu nun ein Angebot zu einem Aktientausch für Coca-Cola Hellenic unterbreiten - und dabei gleichzeitig ein Haupt-Listing in London anstreben, wie aus einer Pflichtmitteilung an der Athener Börse vom Donnerstag hervorgeht.
“Der Schritt wird dem Konzern dabei helfen, sich selbst von Problemen - die mit Griechenland verbunden sind - abzusondern”, sagte Paris Mantzavras von Pantelakis Securities in Athen. Zu solchen Problemen könnten etwa ein Austritt der Griechen aus der Eurozone und Kapitalkontrollen zählen.

Wenn die Verwaltung und Politik korrupt ist, dann muss man diese eben zwangsweise austauschen. Aber das kann das VOlk nur selbst, niemand anderes. Und gibt es das Volk nicht her, dann ist das Volk eben selbst schuld.
Und wegen ihren Ressourcen: Wissen sie wie hoch das geschätzte Ölvorkommen ist? Daran kann sich das Land einfach gesunden. Und wir deutschen leben auch in einem weit unterdurchschnittlich gesegneten Land, was Bodenschätze, ganz vorne Metalle, angeht. Man muss eben ein Schritt vor den anderen setzen. Dann geht das.

@billy
zu Punkt 1 und 2:
Zustimmung
Zu Punkt 3 und 4:
Sie liegen total verkehrt. Deutschland fährt bereits Verluste ein, siehe z.B. die HRE, die beim Schuldenschnitt 8 oder sogar 9 Milliarden verlor.
Und auch die restlichen Gelder werden NIEMALS zurückgezahlt. Das ist nämlich gar nicht möglich, weil GR auch jetzt noch bei weitem mehr ausgibt als es einnimmt. Und das bleibt auch so, solange GR im Euro ist, denn die Griechen wehren sich mit Händen und Füßen, Investoren ins Land zu lassen. Sie denken, dies sei ein Ausverkauf. Sie werden diese Auffassung auch weiter vertreten – der Euro macht’s möglich.
Glauben Sie tatsächlich, weil bisher Zinsen an Deutschland geflossen sind, käme das geliehene Geld zurück? Dann schauen Sie mal besser hin, denn das zurückgezahlte Geld kommt oft genug von IHNEN.
SIE als europäischer Steuerzahler haben nämlich vorher Hilfsgelder überwiesen, von denen danach die ausländischen Verbindlichkeiten bzw. deren Zinsen bezahlt werden.
Selbst dann, wenn GR jetzt sofort aus der Währungsunion austräte, wäre eine Rückzahlung so gut wie unmöglich. Sie könnten aber nach einem weiteren Schuldenschnitt wettbewerbsfähig werden - und DANN, frühestens dann wäre VIELLEICHT an eine Rückzahlung von Schulden zu denken.
Richtig dagegen liegen Sie bei der Kriegsschuld – aber auch da nur FAST. Denn GR hat sich damals einverstanden erklärt mit der Lösung, auf die wir heute zurückblicken. Deutschland hat sich leider nicht mit Ruhm bekleckert, weil es sich durch das Fehlen eines ordnungsgemäßen Friedensvertrags (statt dessen 2+4-Vertrag) aus der Verantwortung geschlichen hat. Juristisch ist aber alles ok, auch wenn ein blödes Magengefühl zurück bleibt.

@Bietchekoopen
Ich finde nicht, dass sich das wie eine Verschwörung der USA gegen die EU anhört.
Ein Beispiel:
Die Zeitung Wall Street beschreibt die Situation am griechischen Hafen Piraeus. Das liest sich lustig, ist aber leider todernst.
Der Hafen ist zweigeteilt. Während auf der chinesischen Seite 24 Stunden malocht wird, an jedem Kran 4 Leute arbeiten und jeder 23.000,-Dollar jährlich verdient (es bewerben sich wie verrückt täglich neue Griechen, um dort zu arbeiten), liegt auf der griechischen Seite alles brach. Die dort beschäftigten Beamten haben praktisch nichts zu tun. Sie strecken ihre Beine unterm Tisch aus und spielen Tavli.
Denn für die griechischen Beschäftigten haben die Gewerkschaften folgendes bestimmt:
9 Personen pro Kran und ein Gehalt von 185.000,- Dollar pro Person jährlich.
Obama verdient nur geringfügig mehr.
Möchten SIE ein Unternehmen in so einem Land leiten? Vermutlich sieht nun auch Coca Cola, dass der Zug abgefahren ist und macht sich aus dem Staub.
26 Kommentare
Alle Kommentare lesen