Folgen der Wahl
Auto-Experten fürchten Schwarz-Gelb

Subventionen wie die Abwrackprämie haben der deutschen Autobranche in den vergangenen Monaten noch schlimmere Zustände erspart. Doch mit dem Regierungswechsel steigt nun die Angst, dass die Zeiten der unbegrenzten Staatshilfe nun vorbei sein dürfte. Richtig spannend könnte es erneut für Opel werden.

HB HAMBURG/STUTTGART. Die Automobilindustrie muss sich unter der schwarz-gelben Bundesregierung auf eine andere Gangart einstellen. Die FDP wird nach Überzeugung von Experten dafür sorgen, dass weniger Subventionen fließen. Damit erhöht sich der Druck auf die Schlüsselindustrie, den Sparkurs zu verschärfen. „Ich rechne damit, dass wir Ende dieses, Anfang nächsten Jahres in der Automobilindustrie einiges an Kündigungen haben werden“, sagt Autoexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule Bergisch Gladbach.

Aber auch unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl müssen die Autobauer nach Meinung von Branchenkennern das Problem zu hoher Kapazitäten angehen. Denn bei klammen Staatskassen und hoher Verschuldung wird auf absehbare Zeit keine Regierung mehr in der Lage sein, weitere Gelder in die Ankurbelung der Pkw-Nachfrage zu stecken. Eine Verlängerung der Abwrackprämie hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ohnehin bereits ausgeschlossen.

Bosch-Chef Franz Fehrenbach hat die künftige schwarz-gelbe Koalition zu einem klaren Kurs in der Wirtschaftspolitik aufgefordert. Fehrenbach sagte am Montag in Stuttgart: „Von der neuen Bundesregierung erwarte ich klare und verlässliche Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland sowie eine weitere konsequente Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.“

Fehrenbach erklärte weiter, er begrüße das klare Votum des Wählers, denn man brauche insbesondere in dieser schwierigen Zeit eine handlungsfähige Regierung. „Deutschland steht weiter vor der besonderen Herausforderung, die Folgen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu bewältigen.“ Er bewerte es als besonders positiv, dass die deutsche Bevölkerung trotz der schwierigen Probleme mehrheitlich ein klares Votum zur sozialen Marktwirtschaft abgegeben hat. „Das verpflichtet alle gesellschaftlichen Gruppen zu verantwortlichem Handeln.“

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