Folgen des Bilanzbetrugsskandals
Milliarden für Enron-Gläubiger

Der in Insolvenz befindliche amerikanische Energiehändler Enron verteilt Milliarden an seine Gläubiger.

HB HOUSTON. Zusammen mit den Tochterfirmen habe man den Gläubigern in einer neuen Zuteilung knapp 4,7 Mrd. Dollar (3,9 Mrd Euro) zukommen lassen, gab Enron am Montag bekannt. Es handelte sich um 4,1 Mrd. Dollar in bar sowie 568 Mill. Dollar in Form von Aktien der Portland General Electric Company (PGE). Seit November 2004 habe Enron damit den Gläubigern 5,8 Mrd. Dollar gezahlt.

Man wolle weiter an der Abwicklung verbleibender Ansprüche arbeiten, betonte der Enron-Verwaltungsratsvorsitzende John Ray. Eine „Reserve für umstrittene Ansprüche“ (Disputed Claims Reserve) halte noch knapp 4,7 Mrd. Dollar in bar und 745 Mill. Dollar an PGE-Aktien.

Enron war in einen riesigen Bilanzbetrugsskandal verwickelt und hatte im Dezember 2001 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Aktien des einstigen Wall-Street-Höhenfliegers wurden wertlos. Fast alle Mitarbeiter verloren ihre Stellen. Die Gläubiger müssen sich mit einem Bruchteil ihrer Ansprüche abfinden. Mehrere Banken haben hohe Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit ihren Enron-Aktivitäten geleistet. Gegen die ehemaligen Enron-Spitzenmanager Kenneth L. Lay und Jeffrey K. Skilling läuft momentan ein Betrugsprozess in Houston (Texas).

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