Folienhersteller
Kapitalspritze für Klöckner Pentaplast

Folienhersteller Klöckner Pentaplast kann Kreisen zufolge auf eine Kapitalspritze von seinem Eigentümer Blackstone hoffen. Blackstone habe sich bereit erklärt, mit neuem Geld eine Kreditrestrukturierung zu ermöglichen.
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LondonDer Folienhersteller Klöckner Pentaplast aus Montabaur kann Kreisen zufolge auf eine dringend nötige Kapitalspritze von seinem Eigentümer Blackstone hoffen. Blackstone habe sich bereit erklärt, mit neuem Geld eine Kreditrestrukturierung bei dem deutschen Unternehmen zu ermöglichen, hieß es am Montag in Bankenkreisen. Nach Reuters-Informationen hat Pentaplast Ende 2011 seine Kreditauflagen (Covenants) verletzt, was den Gläubigern die Möglichkeit gibt, ihre Darlehen fällig zu stellen und den Schuldner oder dessen Eigentümer damit unter Druck zu setzen.

Blackstone und der auf notleidende Kredite spezialisierte US-Investor Oaktree streben den Angaben zufolge nun einen Tausch der Schulden in Eigenkapital an. Die Kreditgeber haben nun bis zum 21. März Zeit, um einer Restrukturierung der Schulden zuzustimmen. Sollte das scheitern, solle die Investmentbank Lazard den Verkauf von Pentaplast vorantreiben.

Blackstone wollte sich nicht äußern. Der US-Investor hatte die ehemalige Hoechst-Sparte 2007 vom Finanzinvestor Cinven übernommen und den Kauf mit rund 1,25 Milliarden Euro an Krediten finanziert. Pentaplast sitzt immer noch auf mehr als einer Milliarde an Krediten. Der Hersteller von Folien für Pharma- und Tabletten-Verpackungen hat zuletzt mit weltweit 3000 Beschäftigten 1,02 Milliarden Euro umgesetzt, zur Ertragslage ist nichts bekannt.

Bei einer Restrukturierung drohen vor allem nachrangigen Gläubiger herbe Einbußen. Am Markt werden die Mezzanine-Papiere von Pentaplast nach Daten von Reuters LPC nur noch zu sieben Prozent des Nennwerts gehandelt, verglichen mit 32 Prozent im Herbst 2011.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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