Ford-Produktion Zwei Automodelle verlassen Detroit

Die ehemalige Autohochburg Detroit muss einen weiteren Schlag verkraften: Ford sucht sich für zwei seiner Modelle einen neuen Produktionsort. Möglicherweise wird er im aktuellen Lieblingsland der US-Autobauer liegen.
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Ford Focus ST: Kompakt und mit mächtigem Antritt

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DetroitFord will seine Modelle Focus und C-Max Hybrid künftig nicht mehr in seinem Werk bei Detroit im Bundesstaat Michigan herstellen. Ab 2018 werde sich Ford einen neuen Standort suchen, teilte der Pkw-Hersteller am Donnerstag mit.

Die Entscheidung zeigt, welche Schwierigkeiten US-Autobauer derzeit haben, kleinere Fahrzeuge profitabel im Inland zu bauen. Ford teilte zunächst nicht mit, wo die beiden Modelle für den US-Markt künftig gebaut werden sollen.

Vor knapp drei Wochen hatte Ford angekündigt, 2,5 Milliarden Dollar in Werke in Mexiko zu investieren. Eine Sprecherin sagte, das Unternehmen müsse Produktionsentscheidungen treffen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Mexiko ist dank niedriger Löhne und zahlreicher Freihandelsabkommen - und damit geringer Zölle - der neue Lieblingsstandort der Autobauer. Von dem mittelamerikanischen Land aus lassen sich die Fahrzeuge zudem schnell und kostengünstig auf den wichtigen US-Markt liefern.

So effizient arbeiten die deutschen Autowerke
Audi - Profitmaschine nahe der Volllast
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Drei Werke betreibt die Premiumtochter des VW-Konzerns in Deutschland - zwei davon am Stammsitz Ingolstadt und eines in Neckarsulm. Dank einer hohen Nachfrage nach SUVs lag die Auslastung von Ingolstadt 2 im ersten Quartal bei 94,2 Prozent* und damit nahe der Komplettauslastung.

*Quelle: Automotive Quarterly - Juni 2015, Arthur D. Little

BMW - Amerikanische Motorenwerke
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Der Profit stimmt, der Absatz auch - doch die Produktion von BMW verschiebt sich langsam Richtung Amerika. Die deutschen Werke in Dingolfing, München und Regensburg lagen zum Jahresbeginn bei einer Auslastung von 72 Prozent.

BMW - Ernüchternder Start
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Aus wirtschaftlicher Sicht war der Start von BMW i3 eher holprig. Der Werkstoff Carbon offenbarte seine Tücken. Die Auslastung im Werk Leipzig lag etwa auf Konzerndurchschnitt.

Mercedes - S wie Sindelfingen
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Die neue S-Klasse treibt die Rentabilität von Daimler nach oben. Damit können sich die Schwaben auch eine leicht unterdurchschnittliche Auslastung von 65 Prozent im Heimatwerk Sindelfingen leisten. In Bremen und Rastatt liegt die Auslastung mit 72 Prozent auf einem durchschnittlichen Niveau.

Mercedes - S wie Sprinter
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Im Werk Düsseldorf befürchtet die IG Metall, dass tausende Arbeitsplätze in die USA verlegt werden könnten, wo der Konzern ein neues Sprinter-Werk plant. Im ersten Quartal 2015 arbeitete man in Düsseldorf allerdings nahe der Vollauslastung bei 95,8 Prozent.

Opel - Umparken in Rüsselsheim
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Die geringe Auslastung der deutschen Werke war in den letzten Jahren immer die Achillesverse der Opelaner. Weil das Werk in Bochum geschlossen wurde, stieg zuletzt die Auslastung im Stammwerk Rüsselsheim. Doch mit rund 62 Prozent liegt man immer noch deutlich unter dem Branchenschnitt. Und der neue Astra soll in Polen und Großbritannien gebaut werden.

Opel - Hoffnung in Eisenach
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Besser sieht es im Kleinwagen-Werk der Opelaner aus. Adam und der neue Corsa verkaufen sich blendend. Gerade wurde die dritte Schicht wieder eingeführt. Und die Auslastung lag im ersten Quartal 2015 bei nahezu 90 Prozent.

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