Ford senkt Prognose Focus- und C-Max-Rückrufe kosten 640 Millionen Dollar

Mit 10,8 Milliarden US-Dollar Gewinn hatte der US-Autobauer Ford in diesem Jahr kalkuliert. Doch der Rückruf zweier Fahrzeuge geht ins Geld: Der Konzern senkt seine Prognose um rund 600 Millionen Dollar.
Probleme mit den Modellen Focus und C-Max kosten Ford 640 Millionen US-Dollar. Quelle: AFP
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Probleme mit den Modellen Focus und C-Max kosten Ford 640 Millionen US-Dollar.

(Foto: AFP)

DetroitDie Ausweitung eines Rückrufs kommt Ford teuer zu stehen. Der US-Autobauer rechnet für das laufende Geschäftsjahr nur noch mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von rund 10,2 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bislang war der Pkw-Hersteller von 10,8 Milliarden Dollar ausgegangen.

Ford muss auf Geheiß der US-Verkehrsbehörde weitere 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordern. Damit sind von dem Rückruf nun insgesamt 2,4 Millionen Autos betroffen. Bei den Fahrzeugen kann sich die Verriegelung der Seitentüren lösen. Der Rückruf umfasst unter anderen Modelle des C-Max und des Focus.

Ford veranschlagt die Kosten für den erweiterten Rückruf auf 640 Millionen Dollar.

Was die Hersteller an ihren Autos verdienen
Platz 15: GM Europe (Opel, Vauxhall)
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Opel arbeitet wieder rentabel – in diesem Jahr kann der deutsche Autobauer den ersten Quartalsgewinn seit 2011 verzeichnen. Insbesondere der hohe Anteil an Kleinwagen machte sich bemerkbar. Dennoch: Der Umsatz pro Fahrzeug ist mit 14.566 Euro niedriger als bei den meisten Konkurrenten und beim operativen Gewinn (Ebit) pro Fahrzeug landen die Rüsselsheimer mit 190 Euro auf dem letzten Platz. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei 1,3 Prozent.

Das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen unter Professor Ferdinand Dudenhöffer hat untersucht, wie profitabel die europäischen Automobilkonzerne sind. Die Studie zeigt, wie viel Gewinn die Hersteller pro Fahrzeug im ersten Halbjahr machten. Berechnet wurden dabei die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) für die reine Automobilsparte, Zuliefereraktivitäten oder andere Geschäftsfelder blieben dabei unberücksichtigt.

Quelle: CAR-Institut

Platz 14: VW-Pkw
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Die vom Dieselskandal erschütterte Kernmarke VW setzte im ersten Halbjahr 2016 mit jedem Fahrzeug 23.750 Euro um – mehr als die gesamte Konkurrenz der europäischen Hersteller. Doch Produktions- und Entwicklungskosten lassen die Ebit-Marge auf 1,7 Prozent oder 375 Euro pro Auto schrumpfen.

Platz 13: Seat
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Die Volkswagen-Tochter Seat konnte sich in Europa deutlich verbessern. Pro verkauftem Fahrzeug machte der Hersteller 337 Euro Gewinn – die Ebit-Marge lag bei 2,1 Prozent.

Platz 12: VW-Konzern
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Beim Marktführer VW bleibt die Lage schwierig. Der Konzern wird durch Porsche und Audi getragen, während das klassische Massengeschäft kaum Erträge erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten des Jahres erzielten die Wolfsburger in Europa 801 Euro Gewinn je Auto, die Ebit-Marge lag bei 4,5 Prozent. Autoexperte Dudenhöffer weiß: „Die Gewinne des VW-Konzerns kommen aus China und von den Töchtern.“

Platz 11: Renault
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Runderneuerte Modelle wie der Clio (im Bild) oder der Twingo haben Renault wieder in die schwarzen Zahlen gebracht. Die Franzosen machten mit jedem verkauften Auto 715 Euro Gewinn. Die Ebit-Marge lag im ersten Halbjahr bei 4,7 Prozent.

Platz 10: Ford Europe
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Lange hatte Ford in seinem Europageschäft mit hohen Verlusten zu kämpfen. Doch statt im Preiskampf unterzugehen, hat der Autobauer den Anteil an höherwertigen Ausstattungen gesteigert. Damit hat nicht nur der Umsatz pro Fahrzeug deutlich zugelegt. Pro verkauftem Neuwagen verdiente Ford in Europa 973 Euro. Die Ebit-Marge lag bei sechs Prozent.

Platz 9: PSA
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Pro Auto blieb bei den Franzosen im ersten Halbjahr 844 Euro Gewinn hängen. Die Ebit-Marge belief sich damit auf 6,8 Prozent.

  • rtr
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