Ford-Sportwagentochter will 2005 den Absatz auf 5 000 Autos verdoppeln
Aston Martin startet in Köln eigene Motorenproduktion

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin will im kommenden Jahr weltweit 5 000 Autos verkaufen und damit den Absatz verdoppeln. Diese Zahl nannte Aston-Chef Ulrich Bez gestern bei der Einweihung der markeneigenen Motorenfertigung in Köln.

fas KÖLN. Damit vollziehe Aston Martin den Schritt von „einer lokalen britischen Marke hin zu einem globalen Sportwagenhersteller“, sagte Bez. Allein in Deutschland soll der Absatz von 240 in diesem Jahr auf 550 Autos steigen. Auch mit diesen Zahlen ist Aston Martin noch ein Nischenanbieter: Der Stuttgarter Sportwagenkonzern Porsche setzt weltweit rund zwanzigmal soviel Autos wie Aston Martin ab.

Aston Martin gehört zusammen mit Jaguar, Volvo und Land Rover zur Edeldivision des Ford-Konzerns (Premier Automotive Group, PAG). Montiert werden die Sportwagen im britischen Gaydon in der Grafschaft Warwickshire. Bislang stammten die Motoren für Aston Martin von der britischen Motorenschmiede Cosworth, die mittlerweile in den Besitz der VW-Tochter Audi übergegangen ist. Der VW-Konzern ist seinerseits mit der Marke Bentley ein direkter Konkurrent von Aston Martin.

Der Standort Köln auf dem Gelände des Mutterkonzerns Ford ist nach den Worten von Bez „geradezu ideal“ für die Motorenproduktion. In drei Schichten sollen 100 Mitarbeiter jährlich bis zu 5 000 Acht- und Zwölfzylinder-Motoren produzieren. Die Fertigung ist streng getrennt von der Ford-Montage, auch wenn das Personal komplett vom Mutterkonzern rekrutiert wurde. Neben der guten Qualität hat laut Bez auch ein sehr pragmatischer Grund für Köln gesprochen: Im Stammwerk Gaydon habe man keine Genehmigung für eine Erweiterung der Produktion erhalten können.

Um die ambitionierten Verkaufsziele zu erreichen, investiert die Ford-Tochter kräftig in Marketing und Vertrieb. Eine der ersten Amtshandlungen von Bez war es, Aston Martin wieder zum Dienstwagen von James Bond zu machen – dieses Privileg hatte sich zuvor BMW erkauft. Nun sollen exklusive Schauräume den Vertrieb kräftig ankurbeln, allein in Deutschland betreibt Aston Martin rund ein Dutzend. Ob sich der Aufwand für den Mutterkonzern Ford rechnet, ist unklar. Zahlen über Rentabilität und Ertrag nennt Aston Martin nicht.

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