Forderung der Industrie abgelehnt
Eon-Chef Bernotat verteidigt hohe Strompreise

Eon-Chef Wulf Bernotat will Industrieunternehmen keine Sonderrabatte für Strom einräumen. Die Forderungen aus der Wirtschaft kämen dem Wunsch nach Subventionen gleich, meinte der Eon-Chef. Korrekturen fordert er dagegen beim Emmissionshandel.

HB DÜSSELDORF. Eon-Chef Wulf Bernotat hat Forderungen der Industrieunternehmen nach Sonderkonditionen beim Strompreis zurück gewiesen. „Strompreise sind Marktpreise“, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Wenn wir stromintensive Betriebe billiger beliefern, wäre das doch nichts anderes als eine Subvention.“ Unternehmen mit einem hohen Energieverbrauch hatten sich in den vergangenen Wochen massiv über die hohen Strompreise beklagt.

Bernotat verteidigte den Strompreis. Der Markt funktioniere. Dies belege der rege internationale Handel. Der Markt für Emissionsrechte, an dem jüngst ebenfalls drastische Preissteigerungen verzeichnet wurden, muss nach Ansicht Bernotats dagegen kritisch überprüft werden. Es sei unklar, ob die erhoffte Steuerungswirkung auch erzielt werde. Zwar könnten mit dem Emissionshandel Umweltschutzziele erreicht werden. Aber noch funktioniere der Markt nicht richtig. „Das liegt vor allem an der zu geringen Zuteilung. Zudem ist der Bedarf gestiegen, weil zum Beispiel in Großbritannien wegen der hohen Erdgaspreise vermehrt Kohle eingesetzt wird“, sagte der Eon-Chef.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%