Forderung des Personalvorstands zurückgewiesen: IG Metall lehnt erfolgsabhängigen Lohn bei VW ab

Forderung des Personalvorstands zurückgewiesen
IG Metall lehnt erfolgsabhängigen Lohn bei VW ab

Die IG Metall hält nichts von den Plänen des Autobauers Volkswagen zur Einführung einer Bezahlung, die sich nach dem Ergebnis des Konzerns richtet. Denn dies würde die Mitarbeiter zumindest momentan schlechter stellen.

ap HANNOVER. VW-Personalvorstand Horst Neumann hatte am Wochenende angekündigt, die rund 100 000 Beschäftigten der Kernmarke je nach Lage des Unternehmens bezahlen zu wollen. Es fiele ein Teil des Grundgehalts weg; neu hinzu käme eine Gewinnbeteiligung. Das würde für die Mitarbeiter derzeit aber enorme Einbußen bedeuten, weil VW kaum Gewinne abwirft.

„Bei einem Blick in die gültigen Tarifverträge hätte auch Herr Dr. Neumann festgestellt, dass solche Regelungen bei Volkswagen längst bestehen. Wenn es jedoch darum geht, mit diesen überflüssigen Überlegungen den Haustarifvertrag in Frage zu stellen, kann ich Herrn Neumann nur vor Auseinandersetzungen mit der IG Metall warnen“, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine am Montag in Hannover.



Volkswagen hatte Anfang des Monats ein umfassendes Sanierungsprogramm angekündigt und dabei auch eine Rückkehr zur Fünf-Tage-Woche angepeilt; im Moment arbeiten die VW-Werker nur vier Tage oder 28,8 statt 35 Stunden. „Ich sehe beim Thema Arbeitszeit viel mehr Spielraum für Differenzierung“, sagte der frühere Audi-Personalchef Neumann. So sollten etwa für Schichtarbeiter kürzere Arbeitszeiten gelten als für Mitarbeiter der Verwaltung.

Auch diesen Vorstoß lehnte die IG Metall ab: „Diese Vorschläge tragen nicht zur Lösung der Schwierigkeiten bei Volkswagen bei. Nicht der Tarifvertrag ist das Problem. Die wahren Probleme liegen in Produktivitätsnachteilen gegenüber dem Wettbewerb durch zu aufwändige Konstruktion und mangelhafte Abläufe in den Werken“, sagte Meine.

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