Formale Untersuchung eingeleitet
Insiderhandel bei Schering-Übernahme befürchtet

Die deutsche Finanzaufsicht sieht erste konkrete Hinweise für einen Insiderhandel bei der Übernahme von Schering durch den Chemieriesen Bayer. Die Schering AG selbst hat nichts zu befürchten.

HB DÜSSELDORF. Daher wurde eine formelle Untersuchung eingeleitet, wie eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Donnerstag sagte. Sie bestätigte damit einen Vorabbericht des Wirtschaftsmagazins "Capital".

"Es gab ein paar Handelsauffälligkeiten, die jetzt aufgeklärt werden", sagte die Behördensprecherin. Das Verfahren richte sich nicht gegen die Schering AG. Die BaFin hatte nach der angekündigten Übernahme von Schering durch Bayer zunächst eine Voruntersuchung eingeleitet.

Dies geschehe routinemäßig bei allen relevanten Unternehmensübernahmen, erläuterte die Sprecherin. Das Prüfverfahren könne sich über mehrere Monate hinziehen. Bayer hatte den Aktionären des damaligen DAX-Konzerns Schering am 23. März ein Übernahmeangebot gemacht. Danach stieg der Schering-Aktienkurs kräftig. Die Experten der Bundesanstalt konzentrieren sich bei ihrer Überprüfung auf die Börsengeschäfte, die vor diesem Termin getätigt wurden.

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