Formel 1
Mercedes macht satte Renditen

Krise in der Autobranche? Offenbar nicht im Rennsport. Hier liefert Mercedes Triebwerke an Formel 1-Kunden - mit satten Renditen, wie es heißt.

HB SHANGHAI. Nach Informationen der Deutschen Presse- Agentur dpa in Shanghai erzielt der Konzern etwa 25 Prozent Rendite mit dem Verkauf seiner Triebwerke an BrawnGP und Force India. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug wollte diese Gewinnspanne am Samstag vor dem Großen Preis von China nicht bestätigen, sagte aber mit breitem Grinsen: "Ich bin stolz, was die Truppe leistet. Ich glaube, dass wir eine Messlatte in dem Geschäft gelegt haben."

Mercedes liefert je 20 Motoren an seinen langjährigen Teampartner McLaren sowie die beiden Kunden. Der Internationale Automobil-Verband FIA hat die Zahl der Triebwerke in dieser Saison auf 20 je Rennstall begrenzt, um die Kosten deutlich zu senken. BrawnGP, das einige Zusatzleistungen bezieht, muss etwa zehn Millionen bezahlen, Force India etwa acht Millionen Euro. Insgesamt bauen die Schwaben während einer Saison einschließlich Entwicklung und Testläufen 120 Motoren für alle drei Teams. So viele benötigte McLaren-Mercedes vor zwei Jahren noch für sich selbst. Damals waren die Kosten doppelt so hoch wie heute.

Mercedes gibt angeblich unter 100 Millionen Euro pro Saison für seine Formel-1-Motorenabteilung aus. Ein Drittel davon entfällt auf das neue Energie-Rückgewinnungssystem KERS, mit dem ein Pilot 82 PS zusätzlich über insgesamt 6,6 Sekunden während einer Runde freischalten kann. Knapp 400 Beschäftigte in Untertürkheim, wo zwei Prüfstände laufen, und im britischen Brixworth stellen die Motoren her.

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