Forschung verschlingt viel Geld
Schwarz Pharma erwirtschaftet nur geringen Überschuss

Wegen hoher Forschungsaufwendungen hat der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma im ersten Quartal nur einen geringen Nettogewinn erwirtschaftet. Das Ergebnis lag aber über den Erwartungen.

HB FRANKFURT. „Wir sind erfolgreich in das Jahr 2005 gestartet“, kommentierte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte am Mittwoch in Monheim bei Köln die Quartalszahlen. Der Überschuss sei auf 1,1 Millionen Euro gestiegen nach 0,5 Millionen vor Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 0,9 Millionen Euro gerechnet.

Der Betriebsgewinn erhöhte sich deutlich auf 30,4 Millionen Euro nach 6,8 Millionen Euro vor Jahresfrist. Schwarz Pharma bekräftigte, für das Gesamtjahr 2005 einen Umsatz von rund 850 Millionen Euro sowie ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten.

Der Konzernumsatz nahm im Auftaktquartal um 5,3 Prozent auf 238,2 Millionen Euro zu. „Der Umsatzanstieg vor allem unserer margenstarken Produkte hat zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses geführt. Darüber hinaus sind unsere Entwicklungsprojekte wieder deutlich vorangekommen“, erklärte Schwarz-Schütte.

Das mehrheitlich in Familienbesitz befindliche Unternehmen konzentriert sich derzeit wieder verstärkt auf seine eigenen Forschungsprojekte in der Urologie und Neurologie. Der zeitweilige Umsatzsprung im Jahr 2003 bei der US-Vermarktung des lukrativen Magenmittel Omeprazol - ein Nachahmer des Astra-Zeneca-Produkts Prilosec - gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Der Umsatz mit dem Omeprazol-Generikum ging auf Grund des starken Wettbewerbs im Auftaktquartal um 18,4 Prozent auf 50,4 Millionen Euro zurück.

Gegenwärtig hat der Konzern mit Mitteln zur Behandlung der Harninkontinenz, von so genanntem neuropathischen Schmerz und Epilepsie gleich drei Medikamentenkandidaten in der späten klinischen Entwicklung. Das Harninkontinenz-Produkt Fesoterodin hatte kürzlich die letzte Phase der klinischen Überprüfung abgeschlossen. Die Daten sollen nun analysiert und dann die Zulassungsanträge vorbereitet werden. Für das Parkinson-Pflaster Neupro hatte Schwarz Pharma bereits in Europa und in den USA die Zulassung beantragt.

Mit dem Wirkstoff Rotigotin als Nasalspray zur Behandlung akuter Parkinson-Symptome hat das Unternehmen die Phase I der klinischen Prüfung abgeschlossen und will jetzt im vierten Quartal mit einer Phase-II-Studie beginnen. Zudem teilte Schwarz Pharma mit, dass in diesen Tagen die Studien der späten klinischen Phase III zu Rotigotin zur Behandlung des so genannten Restless-Legs-Syndroms, einer neurologischen Erkrankung, starten sollen.

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