Forschungszentrum in Garching eröffnet
General Electric sagt Siemens den Kampf an

Der US-Technologiekonzern General Electric (GE) gibt in Deutschland Gas und will dabei verstärkt seinem Hauptkonkurrenten Siemens Anteile auf dessen Heimatmarkt streitig machen. Im laufenden Jahr rechnet GE bereits mit einem deutlichen Umsatzzuwachs in Deutschland.

HB GARCHING. „Deutschland ist ein sehr, sehr wichtiger Markt“, sagte GE-Chef Jeffrey Immelt am Montag anlässlich der Eröffnung eines 52 Mill. $ teueren Forschungszentrums in Garching bei München. Der Konzern rechne hier im laufenden Jahr mit einem prozentual zweistelligen Umsatzplus. Zuwächse würden vor allem in den Bereichen Energieversorgung- und Technik, Transportsysteme und Medizintechnik erwartet. 2003 hatte GE seinen Umsatz mit deutschen Kunden um rund ein Drittel auf knapp sechs Mrd. € gesteigert.

Das neue Forschungszentrum, eines von weltweit vier des US-Konzerns, hat wegen seiner Nähe zum Hauptsitz des deutschen Erzrivalen Siemens auch symbolischen Charakter. Auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern sollen künftig rund 150 Wissenschaftler unter anderem in den Bereichen Alternative Energien, Sensor-Technologie und Medizintechnik forschen. GE will dabei auch die Nähe zur Technischen Universität München ausnutzen. „Das ist nur der Anfang von etwas sehr Großem für die Region und für GE“, sagte Immelt.

Immelt schloss weitere Investitionen in Garching nicht aus. „Wir haben Platz zu expandieren“, sagte er. „Man sollte das nicht als den letzten, sondern als den ersten Schritt sehen.“ Das Forschungszentrum in der Nähe des Siemens-Stammsitzes habe aber auf den Wettbewerb praktisch kaum Auswirkungen: „Wir sind bereits starke Konkurrenten.“

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