Frachtversion des A380
Fedex macht Airbus Hoffnung

Vor gut einem Monat hat der US-Paketriese Fedex zehn Frachtflugzeuge vom Typ Airbus A380 abbestellt, weil die doppelstöckigen Maschinen mit erheblicher Verspätung ausgeliefert werden. Nun kommen versöhnliche Töne vom Logistikkonzern.

HB PARIS. Fedex-Chairman Frederick Smith machte im Gespräch mit der französischen Zeitung „Les Echos“ (Montagausgabe) seine grundsätzliche Kaufbereitschaft für A380-Frachter deutlich. Zwar schadeten Verzögerungen dem Projekt, doch bleibe der A380 eine „exzellente Technologie.“

Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Um die enormen Entwicklungskosten von 12 Mrd. Dollar reinzuholen, hat Airbus parallel eine Frachtversion entwickelt. Sie leidet jedoch unter den gleichen technischen Problemen wie die Passagiervariante, die zwei Jahre verspätet ausgeliefert wird.

Erst wandelte Airbus-Großkunde Emirates seine Frachtversion-Bestellung in Passagiermaschinen, dann stornierte mit Fedex der nächste Großkunde zehn fest bestellte A380F und orderte bei Boeing. Korean Air, ein weiterer potenzieller Großkunde, kaufte ebenfalls beim US-Rivalen. Auch die weltgrößte Leasingfirma ILFC hat ihre Bestellung von fünf A380-Frachtflugzeugen in eine Order für fünf Passagiermaschinen des Riesenairbus umgewandelt. Damit bleibt nur noch der amerikanische Logistikkonzern UPS als Kunde übrig, der 10 Maschinen der A380F bestellt hat.

Airbus hält dennoch am Riesenfrachter fest. Weltweit wächst der Bedarf an Luftfrachtkapazitäten; die Nachfrage wird derzeit vor allem durch den Umbau älterer Passagiermaschinen befriedigt.

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