Frage von Vertragsstrafen
Yukos und Sibneft geben Fusion auf

Die Fusion der russischen Ölkonzerne Yukos und Sibneft zur weltweiten Nummer vier der Branche ist nach Informationen aus Unternehmenskreisen endgültig geplatzt. Die Frage einer Kompensation von Sibneft von bis zu einer Milliarde Dollar an den größeren Konkurrenten sei jedoch noch nicht beantwortet, hieß es am Dienstag in den Kreisen.

HB MOSKAU. Sibneft werde keine Kompensation an Yukos zahlen, hieß es in Sibneft nahe stehenden Kreisen. Die Sibneft-Aktionäre hätten hohe Verluste erlitten, nachdem die Yukos-Aktie nach der Festnahme von Yukos-Chef Michail Chodorkowski abgestürzt sei. Dagegen verlautet von Yukos, es werde Monate dauern, bis beide Unternehmen die Einzelheiten zur Aufhebung des Zusammenschlusses ausgearbeitet hätten. Dazu sollte auch eine Kompensation zählen. Yukos hatte Sibneft im Zuge der Fusion drei Mrd. Dollar sowie 26 % seiner Aktien für 92 % an Sibneft gezahlt. Dies bewertet Yukos jetzt als zinsloses Darlehen. Yukos kündigte zugleich eine Pressekonferenz für Mittwoch um 10.00 Uhr MEZ an.

Sibneft hatte die im Frühjahr mit Yukos angekündigte Fusion im November ausgesetzt. Zuvor war der damalige Yukos-Chef, Michail Chodorkowski, wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung festgenommen worden. Wie aus beiden Unternehmen nahe stehenden Kreisen zudem verlautete, unterzeichneten die beiden Firmen am Wochenende in London eine vorläufige Vereinbarung zur Auflösung der Fusion.

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