Fragmentierung fördert den Wettbewerb – Sparten der großen Konzerne holen auf
Medizintechnik-Markt gerät unter Konzentrationsdruck

Am Medizintechnikmarkt spitzt sich der Kampf spezialisierter unabhängiger Hersteller mit Töchtern großer Konzerne um lukrative Marktpositionen zu. Noch haben unabhängige Hersteller wie der US-Implantatspezialist Medtronic die Nase vorn. Doch die Medizintechnik-Sparten von Johnson & Johnson und General Electric holen auf.

FRANKFURT. „Medtronic ist sicher das Unternehmen mit dem am stärksten diversifizierten Produktportfolio,“ sagt Fondsmanager Michael Obuchowski von Altanes Investments. In dem auf über 50 Mrd. Euro geschätzten Medizintechnikmarkt sei das Unternehmen eines der wenigen mit verlässlicher Umsatz- und Ertragsentwicklung. Medtronic ist bereit, sich an der Konsolidierung der Branche durch Zukäufe zu beteiligen, sagt Vorstandschef Art Collins.

Im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres hat der weltweit führende Hersteller von Herzschrittmachern mit 2,3 Mrd. Dollar Umsatz die Erwartungen der Analysten leicht unterschritten. Beim Reingewinn von knapp 530 Mill. Dollar beeindruckte der Konzern jedoch mit 14 Prozent Wachstum. Im Gesamtjahr soll der Gewinn um über 15 Prozent wachsen.

Schwachpunkt von Medtronic sind seine vielen verschiedenen Produkte. Während das Unternehmen bei Herzschrittmachern kaum angreifbar scheint, müssen sich die übrigen Sparten – Insulinpumpen, orthopädische Implantate, Herzklappen- und Gefäßimplantate (Stents) – in einem unübersichtlichen Wettbewerb behaupten.

„Am deutlichsten sind die Schwächen des Unternehmens bei Blutgefäßprothesen“, sagt CSFB-Analyst Adam Galeon. Gefäßprothesen tragen erst knapp ein Zehntel zu Medtronics Geschäft bei. Dort kämpft der Konzern gerade mit der kleineren Guidant Corp. um die US-Zulassung medikamentenbeschichteter Stents verstrickt. Mit ihnen versuchen beide Firmen, ihr Schrittmacher-Geschäft zu ergänzen.

Bei orthopädischen Implantaten wiederum läuft schon seit etwa zwei Jahren eine Kampf um die Marktführerschaft. Jetzt ranken sich um den britischen Medizintechnik-Hersteller Smith & Nephew neue Übernahmegerüchte, seit er die Anleger mit im Konkurrenzvergleich schwachen Quartalszahlen enttäuschte.

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