Frank Asbeck
Solar-World-Chef warnt vor Pleitewelle in der Branche

Die Solarbranche steht nach Ansicht von Solar-World-Chef Frank Asbeck vor einer Pleitewelle. "Wir erleben eine Zeitenwende. Er schloss nicht aus, dass unter den Verlierern auch ein deutscher Hersteller sein könnte.

HB DÜSSELDORF. "Bei vielen Solarunternehmen stimmen die Kostenstrukturen nicht, und wer zurzeit mit den Kosten nicht zurechtkommt, den frisst der Markt", sagte Asbeck der "Financial Times Deutschland".

Seinen eigenen Konzern hält Asbeck in der anstehenden Branchenauslese für gut aufgestellt. Im ersten Quartal des laufenden Jahres habe Solar-World den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert. Das Bonner Unternehmen erwarte für das Gesamtjahr einen Anstieg der Erlöse auf mehr als 1 Milliarde Euro nach 900 Millionen Euro im Vorjahr - allerdings nur, wenn sich die Wirtschaft stabilisiere.

Nach Ansicht von Analysten ist eine Bereinigung des Marktes längst überfällig, schreibt die Zeitung weiter, denn rund 150 Hersteller weltweit gelten als zu viel. "Wer zurzeit kein gutes Produkt hat oder überbordende Preise, der kommt nicht mehr zum Zuge. Die Kunden kaufen Markenprodukte zu einem aggressiven Preis", sagte Solar-World-Chef Asbeck.

Die Solarbranche sei im Zuge der Wirtschaftskrise in Bedrängnis geraten, heißt es in dem Bericht. Ein weltweites Überangebot an Solarfabriken und eine sinkende Nachfrage ließen die Preise rasant fallen. Beschleunigt werde der Nachfrageverfall durch die Finanzkrise, weil Solarprojekte in der Regel auf eine Fremdfinanzierung angewiesen seien, die Banken sich allerdings mit der Vergabe von Krediten zurückhielten.

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