Frankfurter Börse
Schuhhersteller aus China plant Börsengang

Der chinesische Schuhhersteller Ultrasonic wagt im Dezember den Gang an die deutsche Börse - der erste potenzielle Neuzugang seit der Sommerpause. Die Einnahmen sollen in den Ausbau von Produktion und Vertrieb fließen.
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FrankfurtEin weiteres Unternehmen aus China will sich trotz der Marktturbulenzen noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse wagen. Der Schuhhersteller Ultrasonic teilte am Montag mit, er plane im Dezember einen Börsengang im vergleichsweise streng regulierten Prime Standard. Die erhofften Einnahmen sollen in den Ausbau von Produktion und Vertrieb fließen. Eine Sprecherin wollte sich noch nicht zum angepeilten Erlös äußern. Ultrasonic ist der erste potenzielle Neuzugang an der deutschen Börse, der sich seit der Sommerpause aus der Deckung wagt. Zahlreiche große, für den Herbst geplante Emissionen - unter anderem Osram und Evonik - waren wegen der Talfahrt an den Börsen verschoben worden.

Ultrasonic beschäftigt nach eigenen Angaben 1400 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten - eine Steigerung von über 50 Prozent. Der Nettogewinn habe bei 22 Millionen Euro gelegen. Die Firma richtet sich vor allem an die gehobene Mittelschicht in China, produziert aber auch Schuhsohlen für chinesische Hersteller von Sportschuhen.

Die Deutsche Börse bemüht sich seit Jahren um Unternehmen aus China. Sie hat zum Teil weniger strengere Voraussetzungen für ein Listing als Börsen in China. Bisher sind 35 chinesische Unternehmen in Frankfurt an die Börse gegangen. Zuletzt hatten im Juli der Kartonhersteller Youbisheng Green Paper und der Glasproduzent China Specialty Glass den Sprung gewagt. Finanzkreisen zufolge plant derzeit auch der chinesische Sportartikelhersteller Goldrooster in den nächsten Wochen einen Börsengang in Frankfurt - allerdings nur im wenig regulierten Entry Standard.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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