Frankreich hat Pläne für Atomkonzern
Siemens soll Anteile an Areva NP verkaufen

Frankreich will einem Magazinbericht zufolge Siemens die Anteile am deutsch-französischen Atomkonzern Areva NP mit Sitz in Erlangen abkaufen. Das solle so schnell wie möglich passieren.

HB FRANKFURT. Das Magazin „Wirtschaftswoche“ berichtete vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wolle den staatlichen Atomkonzern Areva mit dem französischen Energiekonzern Alstom und dem Bau- und Infrastrukturkonzern Bouygues fusionieren und deshalb die 34 Prozent übernehmen, die Siemens an Areva NP hält. Sarkozy wolle offenbar soll schnell wie möglich eine Kaufoption für die Anteile an Areva NP, der früheren Framatome, nutzen.

Allerdings wolle sich Siemens offenbar nicht kampflos von seiner Beteiligung trennen, berichtete das Magazin. Der deutsche Konzern sehe im Bau und Betrieb von Kernkraftwerken eine der wichtigsten Zukunftsbranchen. Siemens-Chef Peter Löscher hoffe nun auf die Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei Siemens war am Samstag kein Kommentar zu dem Bericht zu erhalten.

Im Juni hatte der Chef der Siemens-Kraftwerkssparte, Klaus Voges, Gespräche über den Anteil an Framatome bestätigt: „Wir wollen den Anteil behalten und sprechen mit Areva darüber“. Auf die Frage, ob davon auszugehen sei, dass Areva seine Kaufoption bis spätestens Anfang 2011 ausüben werde, sagte Voges: „Das ist es.“ Offenbar streben die Franzosen einen früheren Rückkauf an. „Wir müssen abwarten, wir verhandeln mit Areva“, sagte der Bereichschef.

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