Frankreich und EU-Kommission - Alstom darf offenbar Turbinen und TGV behalten
Alstom vor der Rettung

Frankreich und die EU-Kommission haben sich grundsätzlich auf eine Rettungslösung für den angeschlagenen französische Mischkonzern Alstom geeinigt. Das teilte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy in Brüssel mit. Alstom darf nach inoffiziellen Angaben aus Paris seine Kernsparten Kraftanlagenbau und Bahntechnik behalten.

HB BRÜSSEL/PARIS. Die EU-Kommission bestehe auch nicht mehr auf die Schließung der Turbinenfertigung in Belfort mit 490 Mitarbeitern. Stattdessen solle es viele teils schmerzliche Einzelmaßnahmen geben, die den Konzern intakt ließen. Alstom werde einige Konzernteile abgeben müssen, aber keine ganzen Sparten, hieß es.

Im Tauziehen um eine milliardenschwere Finanzspritze für Alstom hatten EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und der französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy sich am Montag in Brüssel grundsätzlich auf die Rettung des Konzerns mit 109 000 Mitarbeitern geeinigt. Die Vereinbarung soll bis zum Ende der Woche stehen. Alstom produziert unter anderem den Hochgeschwindigkeitszug TGV, Schiffe und Energieanlagen und kam 2003 bei 21,3 Milliarden Euro Umsatz auf einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro.

Der französische Staat, der Alstom als Mischkonzern erhalten will, trägt 800 Mill. € zu einer Finanzhilfe von 3,2 Mrd. € bei. 2003 kam Alstom bei 21,3 Mrd. € Umsatz auf einen Verlust von 1,4 Mrd. €. Die Verschuldung liegt bei fünf Mrd. €. Der Sanierungsplan sieht den Abbau von 8 000 der 109 000 Stellen vor.

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