Franz sieht Rüsselsheim vor Trollhättan
Spekulationen um konkreten Stellenabbau bei Opel

Die GM-Konzernführung hat laut Zeitungsbericht erstmals konkrete Zahlen zum Stellenabbau bei Opel genannt. Betriebsratschef Franz sieht indes gute Chancen für den Standort Rüsselsheim.

HB BERLIN. Der Autokonzern General Motors (GM) hat offenbar erstmals konkrete Zahlen zum Stellenabbau in den deutschen Opel-Werken genannt. An den Standorten Rüsselheim und Bochum sollen je 4000 Arbeitsplätze wegfallen, in Kaiserslautern soll 450 Stellen gestrichen werden. Das berichtet die Mainzer «Allgemeine Zeitung» und beruft sich auf Informationen aus der Betriebsversammlung am Freitag in Rüsselsheim.

Nach Gewerkschaftsangaben bedeuteten diese Pläne, dass in Rüsselsheim in der Produktion 1200 Stellen und somit eine komplette Schicht gekappt würden, heißt es in dem Bericht weiter. Am stärksten ist allerdings die Entwicklungsabteilung mit 1600 Stellen betroffen. 1200 Arbeitsplätze stehen laut Bericht darüber hinaus in den Abteilungen Verwaltung und Service vor dem Aus.

Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz sagte zudem im Interview mit dem Blatt, er sehe gute Chancen, dass die künftigen europäischen GM-Mittelklassemodelle in Rüsselsheim produziert werden und nicht bei Saab im schwedischen Trollhättan. Franz schätzt, dass bei einer Entscheidung für Schweden dort ähnlich hohe Investitionen wie in Rüsselsheim nötig wären. In dieses modernste Autowerk Europas hatte GM rund 750 Millionen Euro investiert.

Im Stammwerk Rüsselsheim haben etwa 10.000 Mitarbeiter von Opel die Arbeit niedergelegt, um an einer mehrstündigen Betriebsversammlung teilzunehmen. Die Konzernmutter GM hatte angekündigt in Europa 12.000 Arbeitsplätze zu streichen, davon allein 10.000 Stellen in Deutschland.

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