Französischer Baustoffkonzern
Saint-Gobain erleidet Gewinneinbruch

Der französische Baustoffriese Saint-Gobain hat wegen geringer Bautätigkeit infolge der Wirtschaftskrise einen Gewinneinbruch von 88 Prozent erlitten. Damit fiel der Gewinn deutlich stärker als erwartet.

HB PARIS. Im ersten Halbjahr sei der Überschuss um 88 Prozent auf 128 Mio. Euro zurückgegangen, teilte der weltgrößte Baustofflieferant am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Damit fiel der Gewinn deutlich stärker als von Analysten vorhergesagt.

Der Konzern rechnet im zweiten Halbjahr zwar mit einer Verbesserung der Lage, will angesichts der Flaute aber verstärkt auf die Kostenbremse treten. Sein Sparziel für das laufende Jahr verdoppelte der Konzern nahezu auf 1,1 Mrd. Euro. Auch Übernahmepläne sollen vorerst auf Eis gelegt werden. Der Konzern hat sich dieses Jahr über eine Kapitalerhöhung bereits 1,5 Mrd. Euro an frischem Kapital besorgt. Das Unternehmen leidet auch unter der weltweiten Autokrise, da es für viele europäische Hersteller die Fensterscheiben herstellt.

Das schwache Marktumfeld bekam zuletzt auch die deutsche Baumarktkette Praktiker zu spüren. Von April bis Juni schrumpfte der Umsatz angesichts der Zurückhaltung der Kunden leicht, der Überschuss brach um rund ein Drittel ein. Auch die irische Baustoffkette CRH und der mexikanische Zementriese Cemex leiden unter der Rezession.

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