Französischer Hersteller von Taschen und Seidentüchern steigert Quartalsumsatz um ein Fünftel
Liebe der Japaner zu Luxus hilft Hèrmes

Der französische Luxusartikelhersteller Hèrmes International SCA konnte im zweiten Quartal 2004 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 19 Prozent steigern. Vor allem in Japan waren die Luxuslederwaren und Seidentücher aus Frankreich sehr gefragt. Und die Erholung im Reiseverkehr ließ auch in den Flughafengeschäften die Kasse wieder klingeln.

Bloomberg PARIS. Der Umsatz betrug im zweiten Quartal dieses Jahres 306 Mill. Euro – nach 257 Mill. Euro im Vorjahresquartal. Für die besonders teuren Handtaschen gab es in Japan eine Warteliste. Firmenchef Jean-Louis Dumas stellte in Frankreich über 200 Mitarbeiter neu ein, damit das Unternehmen der Nachfrage nach „Kelly-Bags“ und dem Taschenmodell „Birkin“ nachkommen konnte.

Handtaschen von Hèrmes kosten bis zu 100 000 Dollar. In Europa stieg der Umsatz um 9,7 Prozent – das beste Quartalsergebnis seit mehr als einem Jahr. In Asien (ohne Japan) kletterten die Erlöse gar um 30 Prozent. Beide Regionen profitierten von der wieder wachsenden Reiselust – die 70 Mrd. Euro starke Luxusgüterindustrie hatte unter den Folgen des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit SARS besonders gelitten.

„Hèrmes ist eine Ausnahme“, schrieb Melanie Flouquet, Analystin bei JP Morgan, in einer Studie. „Lange Wartelisten in Japan, eine starke Steigerung der Produktionskapazität, Preiserhöhungen und eine hohe Preiseinstiegsschwelle dürften dem Umsatz zu Gute kommen.“ Das Ergebnis übertraf noch die Erwartungen der Analysten: Sie hatten 290 Mill. Euro Umsatz vorausgesagt.

Der Aktienkurs von Hérmes ist in diesem Jahr bereits um 28 Prozent gestiegen und kostet fast 160 Euro. Damit kommt das 165 Jahre alte Unternehmen aus Paris auf eine Marktkapitalisierung von 5,67 Mrd. Euro.

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