Französischer Schuhhersteller plant Eröffnung weiterer Geschäfte – Neuer Anlauf in Deutschland
Mephisto wächst vor allem in Asien und Osteuropa

Der französische Schuhhersteller Mephisto S.A. will künftig in Russland, Osteuropa und in den Wachstumsregionen Asiens kräftig zulegen. „In China planen wir eine Verdreifachung der Mephisto-Stores innerhalb der nächsten drei Jahre“, sagt Mephisto-Vorstandssprecher Rolf Konrad dem Handelsblatt.

SARREBOURG. Von derzeit weltweit 660 Mephisto-Läden, die in Partnerschaft mit lokalen Fachhändlern betrieben werden, stehen schon rund 60 im Reich der Mitte. Außerdem läuft der Vertrieb über etwa 18 000 Schuhgeschäfte weltweit. Bereits jetzt macht Mephisto rund zehn Prozent seines Jahresumsatzes von 210 Mill. Euro in Asien, aus den USA kommen zwanzig Prozent und die Region Europa trägt mehr als zwei Drittel zu den Erlösen bei. Längst ist aus dem Hersteller bequemer Schuhe ein „Allrounder“ geworden, der in seinen Werken in Frankreich und Portugal insgesamt 600 Modelle fertigt. Trotzdem werden von dem Modell „Rainbow“, dem Urtyp aller bequemen, aber wenig modischen Freizeitschuhe, jährlich noch 100 000 Paar hergestellt.

Insgesamt verlassen die Mephisto-Werke rund vier Mill. Paar Schuhe im Jahr – von der rustikalen Damenpantolette bis zum Business-Schuh im Budapester-Look. Gemeinsames Merkmal aller Modelle ist aber weiterhin die Bequemlichkeit, getreu dem Motto des Firmengründers Martin Michaeli „Ein Schuh muss sich dem Fuß anpassen und nicht umgekehrt“. In den USA sind die immer noch vorwiegend per Hand gefertigten „Mephistos“ ein Luxusartikel, für den die feine Kundschaft bis zu 400 Dollar pro Paar berappen muss. Neben Prominenten wie Steven Spielberg und Königin Sophia von Spanien schwört auch der schottische Filmstar Sean Connery auf die lässigen Treter.

Auch in Russland ist Mephisto der pure Luxus. Dort siedelt sich das Unternehmen vornehmlich in prunkvollen Einkaufszentren wie der Moskauer Crocus City Mall an. „Wir sehen in den Ost-Staaten in den nächsten Jahren ein hervorragendes Potenzial für unsere Marken“, sagt Vorstandssprecher Konrad.

Dass sich hochpreisige Markenschuhe nur mit Unterstützung zugkräftiger Namen verkaufen lassen, hatte beispielsweise der Italienische Schuhmacher Salvatore Ferragamo schon in den 20er Jahren entdeckt, als er in der kalifornischen Filmmetropole seinen „Hollywood boot shop“ eröffnete und Leinwandstars wie Rudolfo Valentino und Gloria Swanson in Ferragamos Schuhwerk über den Hollywood Boulevard flanierten. Davon profitieren die heutigen Inhaber der Luxusmarke noch immer.

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